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Spendenaufruf

Unaussprechliche Dinge passieren dieser Tage in Afghanistan. Dinge, die man sich gar nicht ausmalen kann. Was können wir tun? Viel ist es nicht, aber ich versuche mich mal in einem Spendenaufruf.

Vielleicht gehört dieser Artikel gar nicht auf diesen Blog. Oder schon, weil ich ja immer noch an die große Ordnung im Universum glaube. Und Spenden meiner Meinung nach viel damit zu tun haben. Zeige dem Universum (oder Gott, je nach Geschmack), dass das Geld bei dir gut aufgehoben ist, indem du gibst, nicht nur nimmst. Habe hier eh schon mal philosophiert. Aber ehrlich, das habe ich jetzt hier nur festgehalten, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen 2-years und dem Spendenaufruf. Denn eigentlich ist dies eine humanitäre Angelegenheit.

Große Katastrophe Afghanistan

„Humanitäre Angelegenheit“ ist wohl nicht richtig ausgedrückt. Viel mehr ist es eine humanitäre Katastrophe, was sich in Afghanistan gerade abspielt. Und das Gefühl der Ohnmacht überkommt mich, wann immer ich diese Bilder sehe und Berichte lese. Es ist tatsächlich nicht ganz einfach, dieses fröhliche, wohl-behütete Leben gedankenlos weiterzuführen, wenn sich auf anderen Teilen der Welt solche Szenen abspielen.

Mehr als Solidarität unter Frauen

Natürlich geht es um Frauenrechte. Auch wenn die Taliban sich jetzt noch als harmlos präsentieren möchte, weiß jede*r, was die Machtübernahme durch sie bedeutet. Das Ende der Frauenrechte in Afghanistan. Schon jetzt gab es einen Aufruf, Frauen, die älter sind als 12(!), zur Belohnung der Kämpfer „rauszugeben“. Keine Schulbildung, keine Erwerbstätigkeit, dafür wird die Burka wieder Pflicht. Doch – und das möchte ich auch ausdrücklich festhalten – mir geht es nicht nur um die Unterdrückung von Frauen. Denn betroffen sind alle Menschen, die in Afghanistan leben. Von den Jungs, die dieser Gehirnwäsche unterzogen werden und im Glauben, Gott zu dienen, später andere Menschen töten über die Väter, die sich gerade mit ihren Familien in den Häusern verbarrikadieren und nicht einmal genügend Lebensmittel vorrätig haben bis hin zu jenen Eltern, die aus Verzweiflung ihr Baby an US-Soldaten übergeben, um es zu retten.

Das ist nicht islamisch, das ist terroristisch

Man muss nicht die hellste Birne in der Lichterkette sein, um zu kapieren, dass die Übernahme nichts mit Religion zu tun hat, auch wenn sich die Taliban darauf berufen mag. Das ist nicht der Islam, das ist Terrorismus. Und der Verweis auf die Religion führt zusätzlich zu all den Gräueltaten vor Ort auch noch zu einer Spaltung der Welt. Islam-Gegner bekommen natürlich genügend Öl ins Feuer gegossen. Auch hilft es niemandem vor Ort, eine Weltreligion zu verteufeln.

Aber was hilft dann – ein Spendenaufruf?

Ich habe ein wenig recherchiert und tatsächlich ist es nicht allzu viel, was man von hier aus bewirken kann. Zumindest im Moment. Auch halten sich die Möglichkeiten der Hilfsmittelverteilung natürlich in Grenzen. Was mir persönlich in diesem wie in vielen anderen Fällen als probate Anlaufstelle für Spenden erscheint, ist der Verein „Ärzte ohne Grenzen“ (zumindest in Österreich ist die Organisation als Verein geführt). Wahrscheinlich kennt jede*r Ärzte ohne Grenzen, dennoch hier der Link zur Website. Vielleicht fällt mir und allen anderen bald noch etwas Anderes ein, das wir tun können, aber im Moment habe ich nur diesen Spendenaufruf für euch.

Danke fürs Spenden?

Mich für eure Spenden zu bedanken, halte ich für unnötig. Jede*r wird schon selbst wissen, ob und wie viel er geben mag und kann. Ich hatte aber das Gefühl, dass meine Spende nicht reicht – nicht im finanziellen Sinne (schon klar, ich kann nicht alleine ein Land retten), sondern in dem, was ich bewirken will. Oder zumindest versuche, zu bewirken. Deswegen dieser Beitrag. Ich freue mich auch nicht über jede einzelne Spende, denn hier gibt’s so gar nichts zu freuen. Ich denke mir nur: Vielleicht fühlt sich noch jemand gerade so ohnmächtig wie ich und ist froh, dass ich ihm etwas an die Hand gebe, wo er zumindest das Gefühl hat, ein bisschen Hilfe zu leisten.

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