finanzielle Bildung Mindset

Sparen für Anfänger – So bleibt das Geld bei dir

Das Sparen hat sich bei mir so eingeschlichen ehrlichgesagt. Schon bevor ich da überhaupt bewusste Entscheidungen getroffen habe, hat sich über Jahre hinweg mein Geist dagegen gewehrt, für Dinge oder Dienstleistungen mehr zu bezahlen, als nötig ist. Das waren oft nur ganz kleine Entscheidungen, die aber in Summe ganz viel Potential hatten. Ich nenne euch hier mal jene Tipps, die ich befolge, um Geld zu sparen ohne dabei irgendwelche Einschränkungen zu erleben.

Handy-Vertrag

Ich bin jahrelang treuer A1-Kunde gewesen. Was für ein Scheiß, denke ich mir heute. Mobiltelefonie und Internet gehen nämlich eigentlich richtig günstig. Ich bin nun seit einigen Jahren schon bei HOT, dieser Hofer Telefonie und zahle gerade mal 9,90 pro Monat. Ich finde das reicht vollkommen, zumal ich auch überaus zufrieden bin. Super Empfang, das Datenpaket wird irgendwie kontinuierlich größer und die Freiminuten brauche ich sowieso nicht annähernd, weil ich keine große Telefoniererin bin. Andere zahlen tatsächlich immer noch um die vierzig Euro im Monat. Dabei ist ja auch der Wechsel mittlerweile so herrlich unkompliziert.

Der Handyvertrag hat vielleicht noch Sparpotential.
Mehr als 9,90 pro Monat darf heutzutage der Handyvertrag eigentlich nicht mehr kosten. Es sei denn, man hat zu Hause kein WLan.

Newsletter abmelden

Früher mal bin ich recht empfänglich gewesen für Werbung – vor allem aus dem Textilbereich oder von Schuhen und Taschen. Doch ich habe rigoros alle Newsletter, die mich immer verleitet haben, abgemeldet. Das solltet ihr auch tun, egal um welche Branche es sich handelt. Wenn man etwas braucht oder ganz dringend will, dann muss man nicht durch einen Newsletter darauf aufmerksam gemacht werden. Man versäumt nix, wenn man keine Werbung sieht. Früher habe ich übrigens auch total gerne Flugblätter und so angesehen. Mittlerweile habe ich ein „Keine Werbung“-Schild am Postkastl und wisst ihr was, ich gebe wesentlich weniger Geld aus ohne die angepriesenen Rabatte.

Newsletter anmelden

Jetzt spinnt sie komplett, die Claudia. Erst heißt es Newsletter abmelden, dann Newsletter anmelden. Was denn nun? Natürlich ersteres. Aber wenn ich mir irgendwo was Spezielles online bestellen will, schaue ich schon vorher nach, ob es nicht einen Rabattcode gibt. Und sehr häufig bekommt man einen Gutschein, wenn man sich für den Newsletter anmeldet. Jetzt gibt es für Werbe-Anfällige zwei Möglichkeiten: Entweder macht man sich mal eine E-Mailadresse nur für diese Dinge, die man im Alltag nicht verwendet oder aber man meldet sich gleich mal wieder ab, nachdem man den Rabatt angewendet hat. Ich mache letzteres.

Wer sparen will, sollte auf Newsletter verzichten. Die ziehen einem meist das Geld aus der Tasche
Für den Newsletter kurzfristig anmelden, um einen Rabattcode zu bekommen, ist gescheit. Wenn man aber verleitet wird, Dinge zu kaufen, die man nicht braucht, sollte man lieber alles abmelden.

Neues Auto

Nein, ich rate euch nicht, loszulaufen und ein neues Auto zu kaufen. Aber ich rate euch mal dazu, zu überlegen, was euer Auto im Monat kostet, wie viel eines mit weniger PS kosten würde (Versicherung und Sprit) und durchzurechnen, ob sich ein Wechsel nicht rentieren würde. Ich bin ja die ganze Zeit einen Allrad gefahren. Einen süßen Hyundai Tucson Geländewagen, der mit mir und meinen Fahrkünsten einiges mitgemacht hat. Er hatte 120 PS und hat in der Stadt 9,5 Liter gebraucht. Seit ich selbstständig bin, brauche ich das Auto genau für:

  • 2 x einkaufen pro Woche
  • 1 x meine Mutter abends nach Hause bringen (innerhalb der Stadt)
  • Hin und wieder an wetterschlechten Tagen meinen Sohn in die Schule bringen. Sonst gehen wir zu Fuß.
  • Maximal einen Kundentermin im Monat.
Beim Auto kann man sparen. Weniger PS bedeutet weniger Versicherung. Und kleinere Stadtflitzer haben auch einen geringeren Verbrauch. Doppelt gespart.
Mir ist nicht wichtig, was auf meinem Auto für eine Marke draufsteht. Ich will, dass ich meinen Einkauf und meine Kinder darin unterbringe. Äh, die Reihenfolge ist natürlich umgekehrt. Erst die Kinder, dann der Einkauf.

Der Wagen ist mittlerweile Schrott. Durchgerostet und ich bekomme kein Pickerl mehr. Erst waren mein Mann und ich der fixen Meinung, wieder einen Allrad kaufen zu müssen. Noch einen stärkeren BMW X3 hatten wir schon ausgewählt. 140 PS, Verbrauch ähnlich, würde ich schätzen. Für das, was ich fahre! Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, die Anschaffung wäre recht teuer gewesen und wenn ich ehrlich bin: Mein Traum-Auto wäre der auch nicht gewesen. Sicher keine hässliche Karre oder so aber wozu so viel Geld ausgeben, wenn mir da nicht ultimativ das Herz aufgeht dabei? Die Vernunft hat also gesiegt, und nun wird es ein *tommelwirbel* Renault Clio. Jünger als der BMW, viel weniger Kilometer und kostet um 3.000 Euro weniger. Auch der Einkauf für die Familie passt in den Kofferraum, aber dafür hat er nur 73 PS und braucht in der Stadt wahrscheinlich gerade mal die Hälfte vom BMW.

Also, selbst wenn sich der Wechsel jetzt vielleicht nicht rechnet, irgendwann braucht jeder mal ein neues Auto und überlegt euch dann gut, wofür ihr das Geld ausgeben wollt oder nicht. Ich spreche jetzt natürlich nicht jene an, für die ein Auto ein Statussymbol ist und denen es wichtig ist, aus welcher Karre sie aussteigen. Aber es gibt genügend Leute wie mich, denen ein BMW auch nicht wirklich mehr Freude bereitet als ein Clio. (Hätten ich mir übrigens meinen Traum-Wagen leisten können, hätte die Sache anders ausgesehen. Aber da es sich nicht ausgeht, ist mir wurscht, welches es ist.)

Fixe Essenspläne und Einkaufstage

Das ist ebenfalls so eine Angewohnheit, die sich bei uns eingeschlichen hat. Seit die Kinder auf der Welt sind, lebe ich nicht mehr einfach in den Tag hinein und organisiere halt abends schnell was zu essen. Ich erstelle immer einen Wochenplan. Der besteht aus den Speisen, die wir täglich essen und dazu setze ich gleich die Einkaufsliste auf. Einkaufen muss ich zwar zweimal die Woche, aber das ist für einen Haushalt mit drei Männern, glaube ich, auch noch okay. Das hat mehrere Vorteile: Man wirft viel weniger weg, man kauft genau das ein, was man braucht und die Impulskäufe halten sich im Rahmen, weil man ja nur zweimal die Woche überhaupt in einem Geschäft ist. Ach ja: Und nicht vergessen: Hungrig einkaufen zu gehen, ist keine gute Idee! Aber das wisst ihr sicher.

Wenn man wöchentliche Essenspläne erstellt, spart man Geld. Man kauft nicht mehr so häufig ein und dadurch fallen viele Impuls-Käufe weg.
Essenspläne zu machen, spart nicht nur Geld. Ich finde, es erleichtert einem auch ungemein den Alltag, wenn man genau weiß, wann man was kocht.

duchblicker.at

Ich checke alles auf durchblicker.at. Weder beauftrage ich meinen Versicherungsvertreter damit, mir was anzubieten noch bleibe ich einfach jahrelang ohne Überprüfung beim selben Stromanbieter. Was ich mache, ist, dem Versicherungsvertreter gerne einen Screenshot vom durchblicker-Angebot zu schicken. Dann kann er ja sehen, ob er dieselben Konditionen für mich bekommt. Das stört mich natürlich nicht. Aber ich zahle nicht mehr als notwendig für Dienstleistungen. Es ist übrigens nicht so, dass man bei einer Versicherung, die man mal abgeschlossen hat, sein Leben lang bleiben muss. Man sollte alle Fixkosten regelmäßig überprüfen.

Mitgliedschaft in einer Bibliothek

Ich lese sehr viel. Einerseits geht das ins Geld, andererseits wird es mit dem Stauraum auch irgendwann knapp. Ich finde zwar, Bücher sind sehr schöne Deko-Elemente, aber dennoch will ich nicht in einer Bücherei leben. Muss man ja auch alles abstauben und so. Jedenfalls ist mein Tipp an alle Leseratten, sich einen Bibliotheksausweis zu organisieren. Ich habe selbst tatsächlich noch keinen, aber werde mir einen machen, sobald die ganzen ungelesenen Bücher, die ich noch habe, ausgelesen sind. Das könnte so gegen Ende des Jahres sein. Die Jahresgebühr kostet in Graz € 15,- Das ist aber kaum irgendwo wesentlich teurer. Das zahlt sich schon aus, würde ich sagen, wenn man bedenkt, dass ich im Jahr so an die fünfzehn Bücher kaufe, manchmal noch mehr.

Bücher bei der Bibliothek ausleihen statt neu kaufen, spart Geld und Platz.
Steht bei mir noch dieses Jahr an: eine Mitgliedschaft in einer Bibliothek.

Nach Rabatten fragen

Dass ich euch dazu rate, ist ein wenig heuchlerisch, weil tatsächlich bin ich ganz schlecht darin, jemanden direkt nach einem Rabatt zu fragen. Zumindest face to face. Das ist mir total unangenehm. Per E-Mail mache ich das gerne und immer. Eigentlich kontaktiere ich vor jeder online Buchung das Hotel, um nach einem Rabatt zu fragen. Aber im Geschäft muss sowas mein Mann machen. Ich kann es einfach nicht. Er aber ist ganz große Klasse darin und soll ich euch was sagen: Es gibt kaum eine Situation, wo er keinen Rabatt bekommt.

Kein Impuls-Shopping

Ich habe es euch nicht erzählt, aber ich hatte ein paar wirklich harte Arbeitswochen. Ich habe drei Wochen durchgearbeitet und zwar mehr Stunden pro Tag als ich eigentlich gerne in der Woche arbeiten würde. Naja, jedenfalls war es megastressig. Am Samstag, dem letzten Tag vor der Abgabe-Deadline (Auftraggeber war ein amerikanischer Konzern, die halten wenig vom Wochenende), ist es dann passiert: Ich wollte eigentlich nur schnell zur Apotheke springen, war aber zu spät dran für die bei uns ums Eck. Also musste ich ins Shopping-Center fahren, wo die Apotheke samstags auch bis 18 Uhr offen hat. Und da kam ich am H & M vorbei. Nein, tatsächlich kam ich nicht vorbei, sondern bin rein und habe mir zwei Fetzen gekauft. Nichts Weltbewegendes, war eh nichts Teures, aber ich hätte es unter anderen Umständen gelassen. Ich wäre gar nicht reingegangen. Das Problem war wirklich der Stress. Die Arbeit war zu viel, ich wollte ein wenig entspannen und mir was gönnen für die harte Arbeit und verdient habe ich mit dem stressigen Auftrag ja auch gut. Also habe ich mich belohnt. Völlig unnötig auf dem Weg zur Apotheke. Mir geht das Geld sicher nicht ab, aber wisst ihr: die zwei Teile die ich dort mitgenommen habe, würden mir auch nicht abgehen, wenn ich sie nicht gekauft hätte. Also: Gar nicht erst reingehen, wenn man nichts braucht oder wirklich will.

Fünfer weglegen

Ich spare alle Fünf-Euro-Scheine. Schon seit Anfang des Jahres. Und obwohl ich gar nicht unbedingt so viel mit Bargeld bezahle im Moment, sind da jetzt schon über 200 Euro drin. Die sind für mich fürs Shoppen gedacht, also die zählen in dem Fall nicht zu meiner Sparrate. Kann aber natürlich jeder anders machen. Ich will dann im Ausverkauf ein paar neue Teile haben, brauche auch wirklich schon ein bisschen was für den Sommer, weil ich ja so lange (bis auf oben genannten Ausrutscher) nichts gekauft habe, aber immer fleißig am Ausmisten war. Das ist auch ok, das wird mir dann nicht wehtun, da gehe ich mit Genuss shoppen. Es muss ja niemand wie ein Asket leben. Aber wer will, der soll die Fünfer dann in den Kapitalmarkt pulvern.

Spare immer alle Fünf-Euro-Scheine und du wirst sehen, wie viel da übrigbleibt.
Ich lege seit Anfang des Jahres die Fünfer weg. Wem das zu viel ist, der beginnt mal mit Ein- oder Zwei-Euro-Münzen.

Verhindern, dass einem das Geld durch die Finger rinnt

Das ist eigentlich schon genau das, was ich mit dem Shoppen beim H & M gemeint habe. Ich habe impulsiv gehandelt und Geld ausgegeben für etwas, was ich weder brauchte noch unbedingt wollte. Früher ist mir das ständig passiert. Ein Kaffee hier, Süßkram und Chips (die ich eh nie gegessen habe) da, lieber schnell essen gehen statt selbst zu kochen und so weiter. Und dann schaut man aufs Konto und hat keinen Plan, wohin die Kohle verschwunden ist. Also, nichts von alledem, was ich oben erwähnt habe, ist irgendwie verurteilenswert. Auch wir gehen- soweit mit Pandemie und Co möglich – mal essen. Ich werde auf einen Kaffee mit Freunden gehen und ich kaufe auch immer noch hin und wieder was Süßes (also für mich, für die Kinder ja sowieso), aber nicht einfach unüberlegt, sondern geplant und kontrolliert. Niemand braucht vier Packungen Chips (schon gar nicht, wenn man in einem Alter ist, wo man weiß, dass man sowieso nur kosten will), niemand muss jeden Tag zweimal Take-away Kaffee trinken, und jedes Mal beim Zara einzufallen nur weil man was in der Auslage sieht, ist einfach nur Geldverschwendung.

Auf die eigene Ernährung achten

Nein, keine Sorge, ich reite nicht noch weiter auf meiner Angewohnheit rum, ständig Chips zu kaufen, die ich nie esse. Es geht ganz generell um das Thema Ernährung und ja, irgendwie gehören die Chips dann doch auch wieder dazu. Aber was ich meine: Mahlzeiten vorzuplanen und selbst qualitativ hochwertige Speisen zuzubereiten, schont nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Umwelt. Seien wir mal ehrlich: Wir alle wissen doch, wie es geht. Weniger Fleisch und tierische Produkte, dafür in besserer Qualität. Obst und Gemüse saisonal und regional und die Avocado vielleicht nicht sechs Mal die Woche am Frühstückstisch. Auch Zucker tut weder uns noch unseren Finanzen gut. Der Verzicht auf Schoko, Kekse (und Chips!) ist ein Winner auf allen Ebenen. Alkoholkonsum auch gleich stark reduzieren. Kann man ja mal probieren, oder?

Geld sparen mit richtiger Ernährung
Selbst zu kochen, spart irrsinnig viel Geld und ist gesund. Und wenn man dann noch all den Überfluss weglässt, bleibt gleich noch mehr im Börserl.

Outsourcen was zu viel Zeit kostet

Jetzt aber mal ein ganz anderer Tipp. Es gibt Dinge, die kosten zwar Geld, sollten aber dennoch überlegt werden. Gewisse Dienstleistungen zum Beispiel, die einem Zeit einbringen. Bei mir ist es der Haushalt. Mein Mann und ich haben zwei Prioritäten: frisches Essen und frische Wäsche. Und mehr schaffen wir schlicht nicht. Weil wir aber dann doch auch beide nicht so gerne im Dreck leben, muss das jemand anders für uns machen. Das kostet natürlich, aber wenn man bedenkt, dass eine Putzfrau bei uns um die zwölf Euro pro Stunde verdient, ich aber in derselben Zeit arbeiten kann und zumindest das Fünffache bekomme, dann ist das gut investiert. Es wird nicht bei jedem unbedingt der Haushalt sein, aber oftmals hilft es, gewisse Dinge outzusourcen um selbst mehr Zeit fürs Geldverdienen zu haben.

Miete statt Eigentum

Okay, ich erkläre euch das ganz einfache Prinzip, warum mieten besser ist als kaufen, wenn ihr ein Vermögen aufbauen wollt. Vielen ist die Idee dahinter nämlich einfach nicht klar. Es geht um das aufgewendete Eigenkapital (Eigenmittel sagt man bei einem Wohnkredit normalerweise), das in eine Wohnung oder ein Haus fließt. Es ist nicht der Kredit, der hier für die Miete spricht, sondern wirklich das Geld, das man selbst aufwendet. Nehmen wir mal an, ihr kauft ein Haus zur Eigennutzung und die Bank will von euch 45.000 Euro an Eigenmittel dafür sehen. Das ist ein ganzer Haufen Geld, der während ihr mietet, nicht anfällt. Dieser Betrag bleibt also frei und kann für euch arbeiten. Der kann euch – je nach Anlagestrategie – vielleicht 7 %, vielleicht aber auch 12 % pro Jahr einbringen. Der kann euch eure Miete zahlen. Kapiert? Meist ist es so, dass die Miete auch nicht teurer ist als die monatlichen Kreditraten. Der Unterschied ist also, dass ihr die Miete nicht mehr selbst bezahlen müsst, sondern dass das irgendwann euer Eigenkapital machen würde, das sonst im Eigentum hängt und gar nichts mehr für euch tun kann.

Sicher ist es eine Lifestyle-Entscheidung, wenn man unbedingt sein eigenes Haus haben will. Mir ist das aber wurscht, solange ich gut wohne und das depperte Dach, wenn’s kaputt wird, nicht zahlen muss. Das ist nämlich auch noch ein Vorteil.

Keine Abos, keine Ratenzahlung

Finger weg von allem, das euch monatlich das Geld aus der Tasche zieht! Ich selbst habe weder ein Fitnessstudio-Abo noch eine Zeitung abonniert. Die einzigen fixen Beträge, die monatlich von meinem Konto abgehen, sind meine Spenden, meine Handyrechnung, mein Spotify. Das liegt jetzt natürlich schon auch daran, dass mein Mann die meisten Fixkosten wie die Versicherungen und die Miete trägt. Das ist eben so unsere Einteilung. Aber auch dort gibt es keine unnötigen Abos und keine Ratenzahlung. Die Regel, an die wir uns halten, lautet: Wenn du es dir nicht zweimal in bar leisten kannst, kannst du es dir gar nicht leisten. Keine Ahnung mehr, von wem der Spruch kommt, aber wir halten uns daran. Auch die Autos, die wir als Nachfolger für meinen Hyundai in Betracht gezogen haben, hätten wir uns zweimal in bar leisten können. Den Clio sowieso, den BMW auch. Nur mein Jeep Wrangler hätte alle Ersparnisse gefressen, drum stand der auch gar nicht zu Debatte.

Ratenzahlungen und Abos sind der Killer jedes Sparvorhabens, da sie die Fixkosten unnötig in die Höhe treiben.
Wenn man es nicht zweimal in bar zahlen könnte, kann man es sich nicht leisten. Das ist die Devise, nach der ich Dinge kaufe oder eben nicht.

Fixer Trantschl-Betrag für die Kinder beim Einkauf

Für mich gilt das nicht, das ist ein Tipp für andere Mütter. Da wir unerzogen leben, bin ich der Ansicht, dass den Kindern ein gewisser Anteil am Haushaltseinkommen zusteht. Die können ja noch nicht selbst was verdienen, daher gehört unser Geld allen. Und das heißt auch, dass ihre Wünsche beim Einkauf berücksichtigt werden. Aber natürlich könnte man auch den Kindern jedes Mal beim Einkaufen eine 2-Euro-Münze in die Hand drücken und um den Betrag dürfen sie sich was aussuchen. Oder eben zweimal zusammenlegen und dann was Teureres kaufen. Denke, das wäre für den richtigen Umgang mit Geld gar nicht so schlecht. Ich spare generell nicht unbedingt gerne an Lebensmitteln und wie gesagt, finde ich, dass die Kinder ein Recht darauf haben, auf einen bestimmten Anteil des Geldes zuzugreifen. Das auszurechnen, ist mir aber zu mühsam, deshalb können sie gerne auch mal zwei oder drei Sachen haben, die ihnen schmecken.

Selbst Gemüse ziehen und setzen

Achtung! Ich finde, die Gärtner-Falle ist eine der größten Finanzlügen überhaupt. Haha, nein ganz so dramatisch ist es nun auch wieder nicht. Tatsächlich habe ich aber festgestellt, dass es eigentlich nicht wirklich günstiger ist, Gemüse selbst anzupflanzen. Bei Obst ist es ein bisschen was Anderes, weil Bäume und Sträucher ja jedes Jahr tragen, aber der Großteil des Gemüses, das wir essen, ist einjährig. Und dann muss man erstmal Jungpflanzen kaufen oder die Samen. Die Erde gehört immer wieder aufgebessert, Hummus, Düngemittel und Co. kosten Geld und wenn man das ganze Gemüse nicht als Nacktschneckenfutter braucht, muss man entweder mit der Chemie-Keule rein oder braucht ein Hochbeet. Das ist auch echt nicht günstig. Also, Gärtnern ist ein Hobby, würde ich sagen. Klar, das Gemüse ist gesünder, man weiß genau, dass da keine Schadstoffe rangekommen sind und das ist auch alles gut und schön.

Wer das Gärtnern wirklich so betreiben will, dass es ein gewisses Sparpotential erreicht, der muss das richtig professionell angehen, denke ich. Uns ist das tatsächlich noch nie gelungen. Wir stehen meist im Mai relativ planlos da und setzen halt mal, was wir zu brauchen gedenken. Mehr aus Spaß. Aber natürlich könnte man da selbst die Samen ziehen von jenem Gemüse, das ganz toll geschmeckt hat und die Beete so aufbereiten, dass sie möglichst viel Ertrag liefern. Dafür fehlt uns ein bisschen die Liebe, nehme ich an.

Beobachten, wohin das Geld fließt

Das waren jetzt einige ganz konkrete Tipps, an welchen Ecken man ganz leicht Geld sparen kann. Das sind zwar oft keine Unsummen, aber besser als nichts. Ganz generell ist es aber wichtig, zu wissen, wohin die Kohle denn überhaupt verschwindet. Und das bedeutet etwas mehr Aufwand als einfach nur mal schnell den Handyvertrag zu wechseln. Viele Menschen sind sich ihrer schlechten Angewohnheiten gar nicht bewusst. Oder haben keine Ahnung wie viel sie für den schnellen Coffee-to-go dann monatlich ausgeben. Wenn man mal ein Haushaltsbuch über ein paar Monate hinweg führt, dann deckt das diese kleinen Geldfresser ganz toll auf. Das empfehle ich wirklich jedem, der gerne ein wenig sparen lernen will. Und zwar auf drei, besser noch sechs Monate. Ich habe mein Haushaltsbuch sehr akribisch zwei Jahre lang geführt. Heute brauche ich es nicht mehr, weil ich weiß, dass ich alle Ausgaben optimiert habe – zumindest da, wo ich konnte und wollte. Aber ich schließe nicht aus, dass ich wieder einmal eines führen werde. Ich mag einfach das Gefühl, Herrin über mein Geld zu sein und nicht umgekehrt.

Ich will wissen, wohin mein Geld geht.
Kontrolle übers Geld kann man schon früh lernen. Und gut ist es, wenn wir es den Kindern beibringen.

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