Allgemein passives Einkommen

Steuerfreies Geld

Ja, es existiert noch, das steuerfreie Geld. Zugegeben, man wird dadurch nicht reich. Oder bessergesagt kann man davon nicht leben. ABER: Man kann sich durchaus einen kleinen Nebenverdienst aufbauen und das in vielen Fällen mit recht wenig Aufwand.

Bei den meisten von uns frisst die Steuer einen ganz großen Teil der Einkünfte. Ausgenommen sind jene Personen, die ohnehin schon sehr wenig Einkommen haben. Und wenn wir dann was dazuverdienen wollen, müssen wir auch das noch versteuern. Und wenn’s blöd hergeht, dann rutschen wir mit dem Gesamteinkommen noch dazu eine Steuerklasse höher und weg ist der Nebenverdienst. Aber gibt es nicht auch Möglichkeiten, steuerfrei was dazuzuverdienen? Wenige. Aber ja, es gibt sie. Ich habe hier ein paar Ideen für euch gesammelt, wie ihr steuerfrei Geld verdienen könnt und keine Sorge, nichts davon ist wirklich anstrengend.

Plasmaspende

Mein Favorit, weil wirklich einfach verdientes Geld, mit dem man noch dazu Gutes tut. Ich selbst gehe aktuell einmal die Woche zum Plasmaspenden. Morgen habe ich wieder einen Termin. Da aktuell für die Forschung der Corona-Impfungen ganz viel Blutplasma benötigt wird, zahlen die auch immer wieder Boni aus. Aber generell funktioniert das so:

Man meldet sich als Erstspender an und geht zum besagten Termin hin. Da sollte man schon zwei Stunden einrechnen, da hier wirklich viel Medizinisches abgecheckt wird. Das dauert, aber keine Sorge, das ist nur beim ersten Mal so und es geht da mehr ums Drumherum als um die Spende selbst. Dann legt der Arzt noch anhand des Gewichts fest, wie viel Milliliter man spenden darf (bei mir sind es 750) und ab geht’s.

Bei mir ist das Spenden immer ganz unproblematisch. Ich setze mich hin, werde angepieckst und pumpe mit der Hand dann Blut durch die Venen oder eben nicht, wenn das Plasma bereits aus dem Blut entnommen wurde und wieder in den Arm (übrigens über dieselbe Leitung) zurückfließt. Das dauert zwanzig Minuten. Dann bin ich fertig. Der Arm wird verbunden und ich gehe wieder.

Für die erste Spende gibt es kein Geld, weil erst die zweite Spende verwendet werden darf. Dafür gibt es dann beim zweiten Mal aber das Doppelte. Pro Spende sind es ohne all die aktuellen Boni € 25. Für gewöhnlich bin ich persönlich (das variiert bei jedem) nach einer dreiviertel Stunde, die die Anmeldung, das Ausfüllen des Fragebogens, das Arztgespräch und die Spende selbst in Anspruch nehmen, wieder draußen.

Plasmaspende
Gutes tun und Geld verdienen. Läuft.

Aktuelle Prämien

Nach den ersten beiden Spenden bekommt man € 60,- ausbezahlt, also einen Bonus von € 10,-. Ich glaube, das ist immer so und kein Special. Bei jedem fünften Termin bekommt man € 15 dazu. Aktuell gibt es noch bei der fünften Spende (die ich letztens hatte) € 50,- zusätzlich. Bei der 10. € 75,-. Die Entschädigung finde ich durchaus fair für einen Zeitaufwand von einer dreiviertel Stunde. Was meint ihr? Übrigens kann man 50 mal pro Jahr zur Plasmaspende gehen und sich das steuerfreie Geld abholen. Ich gehe hierhin: www.plasmazentrum.at, aber die Bedingungen dürften wohl überall sehr ähnlich sein.

Samenspende

Bitte verzeiht, dass ich euch zu dem Thema keinen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern kann, aber aus leicht zu verstehenden Gründen kann ich nicht samenspenden. Mein Mann übrigens auch nicht mehr, weil das ans Alter gebunden ist und ich glaube, mit vierzig ist da schon Schluss. Dafür ist es aber umso lukrativer. Steuerfreies Geld für ein Ejakulat bekommt man bei Kinderwunschkliniken oder -Instituten. Da schauen je nach Klinik gleich bis zu € 150,- heraus, was ich so recherchiert habe. Allerdings kann man das nicht wie beim Blutplasma unendlich oft machen, denn es dürfen maximal zehn Kinder von einem Samenspender gezeugt werden. Das soll verhindern, dass nicht zu viele Halbgeschwister durch die Stadt rennen. Für Grazer wäre das Kinderwunsch Institut dafür die passende Adresse, die zahlen wohl so um die € 90,- pro Spende. Ich nehme an, dass da je nach Spender auch ein ganz guter Stundensatz dabei raussehen kann.

Geld verdienen mit Samenspende
Für Männer eine gute Einkommensquelle allerdings nicht dauerhaft weil man nicht unlimitiert oft Samen spenden kann.

Steuerfrei Zeug verkaufen

Das ist in vielerlei Hinsicht eine wirklich sinnhafte Tätigkeit. Ein Zeit lang (vor unserem Umzug, ich muss ehrlich sein), habe ich einiges an Zeit aufgewandt, um Zeug, das wir nicht mehr gebraucht haben, zu verkaufen. Der Plattformen dafür gibt es viele und abhängig davon, was man verkaufen möchte, sind unterschiedliche empfehlenswert. Willhaben ist immer eine gute Idee und der Facebook-Flohmarkt auch. Beides ist gratis und das Einstellen von Artikeln funktioniert einfach und schnell. Allerdings wird gerade beim Facebook-Flohmarkt oftmals erwartet, dass die Dinge quasi verschenkt werden. Mir ist es in vielen Fällen mehr darum gegangen, auszumisten, als wirklich großartig Geld damit zu verdienen, deswegen habe ich viele gebrauchte Dinge auch immer recht günstig angeboten. Dafür musste ich nichts entsorgen, jemand anders hatte Freude damit und ein bisschen ein Taschengeld (meist für meinen Sohn) war es dann auch. Steuerfrei ist allerdings nur, was nicht den Prinzipien des Handels entspricht. Also, wer seine alten Bücher loswerden will, der kann das gerne tun. Dafür bietet sich übrigens Momox an. Aber Klamotten aus den USA zu importieren, um sie hier weiterzuverkaufen, darf man nicht. Aber ich denke, was da erlaubt ist und was nicht, wisst ihr schon. Was gibt es denn da jetzt alles so für Möglichkeiten? Außer den oben bereits genannten gibt es noch Ebay (ja, gibt es noch und ist für Sammlerdinger immer noch der Bringer), vinted.at, shpock, bonavendi.at, und wie sie nicht alle heißen. Eine Google-Eingabe wirft euch gleich einen ganzen Haufen Plattformen aus. ABER: Sobald diese Pandemie-Geschichte vorüber ist, bietet sich auch ein ganz normaler analoger Flohmarkt an. Auch das mache ich von Zeit zu Zeit, um mein Zeug loszuwerden. Die Regeln für den Handel gelten da übrigens genauso. Ihr könnt nicht eure selbst-gebackenen Kekse am Flohmarkt verkaufen. Also, meinetwegen natürlich schon, aber so von Gewerberechtsseite nicht.

Sachen einfach am Flohmarkt verhökern
Wem es zu mühsam ist, alles auf willhaben zu verkaufen der stellt sich einfach mal auf einen Flohmarkt. Und nach Flohmarkt-Ende fragt man die anderen Standler, ob sie das, was man nicht verkauft hat, für einen Pauschalpreis haben wollen.

Cash-Back Systeme

Gleich vorweg, ich bin eigentlich überhaupt kein Freund von Mitgliedskarten und Bonuspunktsystemen oder so. Auch finde ich die meisten Cash-back-Systeme ziemlich bescheuert, weil sie ja logischerweise nur ein Ziel haben: dem Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, als er eigentlich ausgeben wollte. Aber Cash-Back-Systeme machen durchaus Sinn, wenn man bei einem bestimmten Geschäft ohnehin immer einkauft. Bei mir ist das zum Beispiel der dm. Ihr wisst schon, der Drogeriemarkt. Dass es da einen ganzen Cash-Back-Verbund gibt, bei dem man sammeln und/oder einlösen kann, ist mir wurscht. Aber Kosmetika brauche ich nun mal und die kaufe ich sowieso immer beim dm. Auch bin ich nicht empfänglich für Angebote, die es dann „nur“ für Kartenbesitzer gibt, weil die ködern ja nur wieder, Dinge zu kaufen, die man nicht braucht. Ich glaube aber, das ist bei dm eh gar nicht der Fall. Ihr seht, ich bin da wirklich nicht empfänglich, wenn ich nicht mal sicher weiß, ob es solche Vergünstigungen gibt. Jedenfalls ist das so bei mir, dass ich keine Unsummen dort ausgebe, aber dennoch geht sich von Zeit zu Zeit ein gratis Einkauf aus. Ja, das ist dann wie bares Geld, wenn ich an der Kassa stehe mit Handseife, Deo und Zahnpasta und nicht dafür bezahlen muss. Viel ist es nicht, das gebe ich zu, aber wenn ich im Monat zehn Euro damit verdiene, dass ich das einkaufe, was ich sowieso brauche und zwar genau dort, wo ich ohnehin shoppen würde, dann ist das doch mehr als leicht verdientes Geld, oder? Das selbe gilt übrigens für Berufsreisende, denen die Firma genehmigt, die eigene Miles & More Karte zu nutzen. Punkte draufbuchen lassen und dann damit im Shop gratis mitnehmen, was man ohnehin braucht. Oder vielleicht einen Teil des nächsten Urlaubsfluges damit finanzieren. Das Glück hatte ich früher mal. Da wird aber jetzt durch Corona kaum jemand was reißen damit.

Mit Pay- oder Cashback Systemen sparen oder was verdienen
Bei Cash-Back Systemen muss man bei Angeboten, die man nicht braucht, recht robust sein.

Nachbarschaftsdienste

Hm, dieses Thema ist aus steuerlicher Sicht schon etwas heikler. Zwar sind Dinge wie baby- oder dogsitting in der Nachbarschaft nicht unüblich und gerade Jüngere versteuern diese Einnahmen auch nicht unbedingt, ganz legal sind solche Dienstleistungen aber nicht, wenn dabei unversteuertes Geld fließt. Was man aber natürlich schon darf, das ist, sich gegenseitig zu unterstützen ohne finanziellen Gegenwert – also von Gesetzes wegen. Und das bringt wiederum auch Geld ins Börserl. Wenn ich meinen Hund nicht in die Hundepension bringen muss und die Nachbarn auch nicht, weil wir gegenseitig auf die Hunde schauen, kommt das einer Bezahlung ja gleich. Wenn sich drei Haushalte gemeinsam nur einen Rasenmäher besorgen, teilen sich auch die Kosten durch drei. Wenn man für die ältere Nachbarin den Einkauf mitmacht und dafür einmal die Woche einen hausgemachten Apfelstrudel bekommt, ist das auch bares Geld wert. Versteht ihr, worauf ich hinauswill? Wie gesagt, habe ich die Steuergesetze weder gemacht noch bin ich für deren Einhaltung verantwortlich, aber um auf Nummer sicher zu gehen, macht es schon Sinn, bei dem zu bleiben, was auch wirklich steuerfrei möglich ist.

Geld verdienen mit Nachbarschaftsdiensten
Ältere Leute, Familien mit Kindern oder Hundebesitzer brauchen manchmal Hilfe.

Klinische Studien

Bei Klinischen Studien verhält es sich ähnlich wie beim Plasmaspenden: Man tut was Gutes und verdient auch noch was dabei. Aktuell werden hier Diabetes-Patienten (Typ I und II) gesucht für unterschiedliche Studien: Achtung der Link wurde am 16.5.2021 gepostet, wer den Beitrag zu einem späteren Zeitpunkt liest, findet dort vielleicht nichts mehr. Ich denke mir, gerade wenn man selbst betroffen ist, liegt einem ja auch viel an der medizinischen Entwicklung. Es gibt immer wieder Möglichkeiten, sich an so einer Sache zu beteiligen, allerdings ist das kein stetes Einkommen wie man beim Plasmaspenden erzielen kann. Dafür ist es für die Studienzeit meist recht lukrativ. Für eine Dauer von zirka 43 Stunden kassiert man hier zum Beispiel  € 1275,-. Fahrtkosten werden noch separat abgerechnet. Denke, das zahlt sich für die eine und den anderen schon aus.

Geld verdienen mit medizinischen Studien
Die Teilnahme an einer Studie kann ganz schön Geld in die Kassa bringen, allerdings ist nicht jeder qualifiziert dafür und die Möglichkeiten sind beschränkt.

Steuerfreies Geld – für Erwachsene

Als Kind ist es ja noch recht einfach, steuerfrei an ein paar Euro zu kommen, wie mir mein Sohn immer wieder beweist. Mal schnell am Muttertag den Verwandten fünf Zeichnungen verkauft und das nächste Lego-Packerl ist schon hereinverdient. Dann vielleicht Papas Auto waschen und das Börserl ist wieder aufgefüllt. Für uns Erwachsene bleiben wirklich nur wenige Möglichkeiten über, wo uns nicht der Finanzminister gleich zur Kasse bittet. Kennt ihr noch welche? Ich würde mich über weitere Ideen sehr freuen – für meine Leser*innen und natürlich auch für mich selbst.

Da ja das Geldverdienen immer nur ein Teil des Spiels ist, kommt demnächst ein Post übers Sparen raus. Mit ein paar ganz coolen Tipps, die mir in den letzten Jahren extrem geholfen haben. Ganz einfache, kleine Schritte.

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