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Wir sind dann mal weg

Nein, nicht im Urlaub, von der Bank verabschieden wir uns. Unsere Hausbank will uns nicht mehr. Zumindest nicht als GmbH. Oder sagen wir so: Nicht zu vernünftigen Finanzierungskonditionen. Und anders macht es leider keinen Spaß.

Zum Glück gibt es ja nicht nur eine Bank. Es gibt eine Vielzahl an Banken. Und das kommt uns gerade gelegen, denn wir können mit unsere Gesellschaft nicht länger bei unserer Hausbank bleiben. Es scheint ihnen auch lieber zu sein, uns gänzlich als Kunden zu verlieren, als uns eine adequate Finanzierung zu ermöglichen. Also wechseln wir die Bank.

Es war nett mit dir, liebe Hausbank

Wie ihr wisst, waren wir im privaten Bereich mit unserer aktuellen Bank mehr als zufrieden. Eigentlich haben wir gerade wegen der tollen Zusammenarbeit im Finanzierungsbereich überhaupt zur Bank Austria gewechselt. Top Betreuung und spitzen Konditionen haben es uns ermöglicht:

Viele, viele Jahre waren sowohl mein Mann als auch ich Kunden der Steiermärkischen Bank und Sparkasse, die ja zur Erste-Bank gehört. Doch das Problem auch damals: total schlechte Finanzierungsangebote. Deshalb haben wir gewechselt und alles lief super. Zumindest für zwei Jahre.

Wir wechseln die Bank, wenn wir nicht gut betreut werden.
Unsere Betreuer bei der Bank Austria waren super, solange wir Privatkunden waren.

Was ist bei der Bank Austria passiert?

Ob bei der Unicredit-Group was passiert ist, weiß ich nicht. Was ich aber weiß: Mit der GmbH fallen wir natürlich nicht mehr in den Privatkundenbereich. Und die erste böse Überraschung kam schon, als wir das Geschäftskonto dort eröffnet haben. Völlig überzogene Kosten und ein antiquiertes Banksystem, das meiner Meinung nach jeglicher Rechtfertigung der Gebühren entbehrt. Nun gut, tatsächlich waren wir einfach zu faul, die Konten zu vergleichen – sowohl ich als auch mein Mann. Wir haben das Konto genommen, weil wir „ja immer so gut betreut wurden“ bei der BACA. Zumindest bei mir war aber diese Entscheidung von Anfang an mit einem unguten Bauchgefühl verbunden. Und dann kam’s.

30% Eigenmittel fordert die Bank

Tja, das war dann wohl eine etwas größere Überraschung, mit der auch ich nicht gerechnet habe. Die Bank verlangt von uns für die Finanzierung unserer Immobilienprojekte plötzlich 30% Eigenmittel. Und das ist schon das Ergebnis der Nachverhandlungen! Obwohl die Bank unsere Geschäftsgebarungen kennt und weiß, was der Sinn und Zweck der GmbH ist, fordert sie einen so hohen Eigenkapitalsanteil. Hm, ich frag mich, warum sie bei der Kontoeröffnung nicht gleich die Karten auf den Tisch gelegt haben. Wenn ihnen die Finanzierung von Immobilien zu riskant ist und sie zu wenig Sicherheiten bei einer Gesellschaft haben, welchen Sinn macht es dann, das Konto einer Immobilien GmbH bei dieser Bank zu haben?

30 % sind zu viel, die Bank muss weg

Und soll ich euch was sagen? Ich bin direkt erleichtert. Darüber, dass wir nun mit unserem Geschäftskonto wo anders hinwandern werden. Denn selbst wenn wir uns noch nicht für eine andere Bank entschieden haben, sagt mir mein Bauch, dass es gut ist, dass wir jetzt endlich vergleichen und nicht am erstbesten Angebot sitzen bleiben. Wir haben bereits andere Banken angefragt und wisst ihr was: 30% Eigenmittel sind überhaupt nicht nötig.

Zum Glück gibt es eine Vielzahl an Banken. Man muss nicht immer bei derselben bleiben.
Schon das Geschäftskonto bei der alten Bank war ein Witz. Wir hätten uns von Anfang an besser informieren sollen.

Wie gering darf die Eigenmittelquote sein

Ihr müsst wissen, wir wollen gar nicht zu stark leveragen. Ich bin ohnehin kein Freund von zu geringen Eigenmitteln, aber zwischen 15% plus Nebenkosten und 30% liegen schon noch Welten. Sinn und Zweck der Immobiliengesellschaft ist es ja, darin ein großes Immobilienportfolio aufzubauen. Die monatlichen Annuitäten werden ohnehin durch die Mieten gedeckt. Sollte eine Wohnung sich mal nicht wie vorab kalkuliert, rechnen, dann verkaufen wir sie wieder. Jedem Wohnungskauf liegt immer eine anständige Planrechnung zu Grunde. UND: Die Bank kommt sowieso ins Grundbuch, wie es bei Hypothekarkrediten üblich ist. Das Risiko ist also wirklich überschaubar. Auch sind mein Mann und ich bereit, persönlich zu haften, wenn dies anfangs nötig ist. Wir verstehen schon, dass die Banken uns nicht wegen unseres sympathischen Auftretens vertrauen können. Wir sind durchaus bereit, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um der Bank die entsprechende Sicherheit zu bieten.

Siehe da, andere Banken schaffen es wohl

Wir sind gerade dabei, einige Banken zu kontaktieren und die erste hat auch schon reagiert. 15% Eigenmittel und eine Laufzeit von 30 Jahren sind kein Problem. Sprich, wir haben schon einen Bank-Kandidaten, zu dem wir wechseln können. Jetzt geht es darum, zu sehen, ob uns noch jemand einen besseren Zinssatz bieten kann. Denn da sind wir mit den gebotenen 2% noch ganz schön hoch. Aber gut, ist ja auch erst das erste Angebot.

Wenn eine Bank keine guten Konditionen machen will, dann sucht man sich eben eine andere.
Unser Geschäftsmodell ist nicht irgendwo an den Haaren herbeigezogen. Jeder einzelnen Wohnung liegt eine Planrechnung zugrunde. Die monatlichen Raten sind immer durch die Mieten gedeckt.

Neue Bank, neues Glück

Momentan haben wir keinerlei Kaufangebote für Wohnungen gelegt. Ohne Bank ist das auch ein bisschen schwierig… Aber da wir schon einen Partner haben, der uns bei unseren Vorhaben unterstützt, kann es munter weitergehen. Ob wir nun zur Raiffeisen Bank wechseln oder doch zur Hypo oder ob die Reise vielleicht zurück geht zur Steiermärkischen, wissen wir zwar noch nicht, aber fix ist, dass die Bank Austria nicht länger das Zuhause unserer GmbH ist.

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