ETF Investieren passives Einkommen Vorsorge

Mein Depot

Schauen wir mal nach unserem Geld. Oder in dem Fall nach meinem. Was treibt das denn eigentlich so? Es arbeitet, Leute, es arbeitet.

Bis auf ein paar Anmerkungen zu meiner Anlagestrategie und der Einführung zum Thema ETF habe ich euch doch eigentlich noch gar nie so genau in mein Depot blicken lassen. Das hole ich jetzt nach. Heute gibt es also mal Infos zu meinem Aktien-Portfolio. Gleich vorweg will ich festhalten, dass ich für alle meine Wertpapiere eine Buy-and-Hold Strategie verfolge. Sprich, ich bin KEIN Trader. Bitte stellt mir auch keine Fragen zum Thema Daytrading oder so. Ich habe damit nichts am Hut und kenne mich nicht aus.

Buy and hold

Ich kaufe also Aktien ausschließlich mit der Grundidee, sie nicht wieder zu verkaufen. Ja, tatsächlich möchte ich sie niemals verkaufen. Vielleicht wird es nötig sein, damit ich im Alter das Auslangen finde, aber geplant ist es so nicht. Die ETFs, zu denen ich noch komme, stellen eine kleine Ausnahme dar. Denn da werde ich wahrscheinlich mal auf einen Entnahmeplan setzen. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Vielleicht tu ich auch ganz anders. Sprich, das überlege ich mir dann in zwanzig Jahren mal. Eine Sache noch vorweg: Dies ist ein Blick in MEIN Depot. So passt es für MICH. Bitte nicht als Kaufempfehlung verstehen!

Strategie I – Dividendenaktien

Ich rolle jetzt mein Depot einmal von hinten nach vorne auf. Auf Dividendenaktien zu setzen, ist nämlich von den drei unterschiedlichen Anlageideen die zuletzt aufgebaute. Die Dividenden aus den Aktien sollen mir ein passives Einkommen generieren. Ich bin auch super happy damit, auch wenn ich noch nicht annähernd die Depot-Größe erreicht habe, die ich mir wünschen würde. Momentan und auf die nächsten zwei bis drei Jahre bin ich auch hauptsächlich damit beschäftigt, zu diversifizieren. Sprich: Ich kaufe nicht nach, ich kaufe immer neue Aktien. Und hier eine Liste der Dividendenaktien, die sich in meinem Portfolio befinden:

  • Andritz AG
  • Apple
  • Bayer AG
  • Coca Cola
  • Disney
  • Nike
  • Starbucks
  • Unilever
  • Walmart
  • den Anfang hat alles mit dem ETF auf die amerikanische Dividendenaristokratie genommen: MSCI USA High Dividend Yield Index

Und wie geht es denen so? Eigentlich ganz gut. Bis auf Coca Cola, die habe ich eindeutig zu früh gekauft. Aber Time schlägt ja bekanntlich Timing, also alles gut. Und insgesamt liege ich bei +20% mit diesen Aktien. Allesamt habe ich erst im Laufe des Jahres 2020 gekauft. Das ist schon ziemlich ok und die haben ja eben den großen Vorteil, zusätzlich zur Wertsteigerung auch die Dividendenzahlungen zu liefern. Übrigens nutze ich dieses passive Einkommen momentan nicht, ich reinvestiere alles. Es ist noch zu wenig und ich brauche es gerade nicht dringend.

Strategie II – Spielgeld

Nein Leute, auch das hat nichts mit Trading zu tun. Mein „Spielgeld“ wird ebenfalls ausschließlich langfristig angelegt. Der Unterschied zu den anderen Anlagestrategien ist, dass es hierfür defacto keine Strategie gibt. Aber wenn ich halt mal eine Aktie haben will, dann gönne ich sie mir mit Geld, das nach allen anderen Investitionen übrig bleibt. Dass das nicht so häufig vorkommt, sieht man daran, dass ich bis jetzt nur Aktien eines einzigen Unternehmens der Sorte „Spielgeldverwertung“ besitze. 🙂 Und zwar ist das H&M. Die passt zwar nirgendwo dazu, aber verbucht ganze 43% plus. Oh, einen habe ich doch noch: Irgendwann im Frühjahr letzten Jahres ist mir etwas Geld übrig geblieben. Ich denke, es war ein Geldgeschenk zum Geburtstag oder so. Damit habe ich mir Anteile an einem recht großen ETF am asiatischen Markt ausgenommen Japan gekauft. Der war lange Zeit im Minus, aktuell steht er bei +10,5%.

In meinem Depot gibt es auch Aktien, die keine Dividenden zahlen und die nicht dem Vorsorgegedanken Rechnung tragen. Die kaufe ich mit Spielgeld, falls es solches gibt.
Hin und wieder ist mal der eine oder andere Euro übriggeblieben. Den habe ich dann auch investiert. In Aktien, die gar nicht in meine Strategie passen.

Strategie III – Altersvorsorge

Wisst ihr eigentlich, dass ich vor einiger Zeit bereits aus dem staatlichen Pensionssystem ausgestiegen bin? Das Ding ist nämlich Folgendes: Ich habe nicht gerade eine Riesensumme drinliegen gehabt. Aus diversen Gründen, die aber einigen von euch durchaus bekannt vorkommen dürften, hätte da nie großartig was für mich rausgeschaut:

  1. Ich bin Akademikerin. Daher habe ich schon mal eine längere Ausbildung absolviert und somit erst später beziehungsweise davor nur sporadisch in die Pensionskassa eingezahlt.
  2. Ich habe zahlreiche Auslandsaufenthalte zu verbuchen. Ein ganzes Arbeitsjahr in den USA zum Beispiel ist hier natürlich finanziell verloren gegangen, weil ich ja auch nicht ins österreichische System einbezahlt habe.
  3. Ich war mit meinem jüngsten Sohn ganze zwei Jahre in Karenz.
  4. Nach der Karenzzeit habe ich nicht mehr Vollzeit gearbeitet. Das erste halbe Jahr waren es 25 Stunden, danach habe ich auf 30 aufgestockt. Und dann habe ich mich ja in die Selbstständigkeit verabschiedet. Und genau da habe ich mich entschlossen, das bisher Einbezahlte rauszunehmen und selbst zu veranlagen.

Jedenfalls hat es durch die oben genannten Umstände ohnehin etwas mau mit meinen Pensionsansprüchen ausgesehen. Und wer sich ein wenig die Zinsentwicklung angeschaut hat, weiß, dass das staatliche Pensionssystem nicht wirklich eine sehr lukrative Sparkassa ist. Hätte ich also das Geld liegen lassen zu den gebotenen Konditionen, hätte ich kontinuierlich Kohle verloren. Und weiter einzahlen, fand ich auch unnötig, da ich ohnehin bis zum Pensionsantrittsalter nicht genug zum Überleben drin hätte. Also habe ich mich dazu entschlossen, das Geld anderweitig anzulegen.

In meinem Depot befinden sich zur Altersvorsoge zwei unterschiedliche ETFs, die ich bespare bis zur Pensionierung.
Passive Fonds sind mein Ding. Da sind die Gebühren schön niedrig, alles ist gut übersichtlich und kann selbst verwaltet werden.

ETF-Sparpläne als Altersvorsorge

Und so bin ich überhaupt erst auf den Kapitalmarktgeschmack gekommen. Ich habe Sparpläne für drei unterschiedliche ETFs abgeschlossen, die als Altersvorsorge dienen. Ich habe euch in den Beiträgen über ETFs schon ausführlich davon berichtet. Das läuft jetzt schon etwas länger als das Ding mit den Dividendenaktien. Da hat sich in der Zwischenzeit nichts getan. Ursprünglich habe ich mir mal überlegt, die Sparrate zu erhöhen, aber dann sind mir die Dividendenaktien dazwischengekommen. Daher laufen die Sparpläne unverändert weiter. Da ich in den oben verlinkten Beiträgen bereits genau beschrieben habe, welche ETFs das sind, verzichte ich jetzt darauf, diese zu nennen. Die Namen sind eh immer so kompliziert und die ISIN sagt halt auch nicht viel aus. Drum könnt ihr das einfach an anderer Stelle nachlesen.

Vorsorge für die Kinder

Jetzt muss ich aber noch ein bisschen differenzieren, was mein Portfolio angeht. Denn in Wirklichkeit sind nicht alle diese Aktien und ETFs meine. Unser großer Sohn kümmert sich ja schon selbst um seine Geldangelegenheiten. Aber für den Kleinen gab es vorerst keine andere Möglichkeit, als in meinem Depot mitzulaufen. Flatex bietet kein Kinderdepot an. Der ARERO Fonds ist in Wahrheit seiner. Für mich bespare ich also monatlich nur zwei ETFs. Von den Aktien gehören ihm außerdem: Disney und Unilever.

Ein Depot für den Jüngsten gibt es noch nicht. Er läuft in meinem mit.
Momentan ist unser Jüngster kein großer Sparer. Er wirft sein Geld förmlich beim Fenster raus. Auch ok. Ich lege für ihn an und er darf selbst entscheiden.

Das war also der Blick in mein aktuelles Depot. Ich werde euch in Zukunft mal wieder ein Update geben, falls sich was tut. Und das hoffe ich doch. Meine Watchlist ist ordentlich lang!

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