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Happy Birthday! Ein Jahr auf dem Weg in die finanzielle Freiheit

2-years.com wird 1. Das klingt ja mal komisch. Vor genau einem Jahr ging der erste Blogpost raus. Und das Schöne: Mein Baby ist keineswegs in der Midlifecrisis.

Die Idee zur finanziellen Freiheit ist schon ein klein wenig älter, das kann ich ruhig zugeben, denn schon in meinem allerersten Artikel habe ich davon berichtet, „was bisher geschah“. Aber nicht allzu viel, gerade mal ein paar Monate. Doch genau vor einem Jahr habe ich beschlossen, die Challenge zu wagen, in 48 Monaten finanziell unabhängig zu werden.

Zur Ausgangslage

Wie hat alles begonnen? Im Winter (genaugenommen am Silvesterabend) 2018/2019 habe ich angefangen, mich mit Anlageformen zu beschäftigen. Könnt ihr euch noch an die Aussage meiner Bankbetreuerin erinnern, die den Stein ins Rollen gebracht hat? Damals habe ich gerade einen Bausparvertrag (NEVER EVER AGAIN) ausbezahlt bekommen und als ich meine entzückende Betreuerin in der Bank gefragt habe, wo ich das Geld deponieren sollte, antwortete sie: „Ganz egal, wo Sie Ihr Geld liegen lassen. Zinsen gibt es sowieso nirgends.“ Tja und das konnte und wollte ich so nicht glauben. Deswegen habe ich – damals auf Urlaub im Falkensteiner Hotel am Katschberg – am Silvesterabend mit meinem kranken Sohn am Arm eine Reise begonnen, von deren Dimensionen ich damals noch gar keine Ahnung hatte.

Finanzielle Unabhängigkeit war kein Ziel

Nein, damals hatte ich nicht sofort die Eingebung, dass ich mit den elftausendirgendwas Euro in die finanzielle Unabhängigkeit starten würde. Ganz im Gegenteil, ich hatte Konsum im Kopf. Ich wollte das Geld lediglich auf ein paar Jahre zwischenlagern, bis ich es für einen Pool oder ähnliches auf den Putz haue. Ich hatte auch – das muss ich zu meiner Schande gestehen – absolut keine Plan von Finanzen. Mein Mann und ich haben beide gut verdient, aber wie die typischen Angestellten im Hamsterrad auch immer brav ausgegeben. Sprich, wir hatten vielleicht einen mittelgroßen Notgroschen (und selbst den hatten wir wahrscheinlich mehr dem Sicherheitsbedürfnis meines Mannes zu verdanken als mir), aber von sparen oder investieren konnte eigentlich keine Rede sein.

Von 0 auf 100 in wenigen Monaten

So wenig ich eigentlich von all diesen Themen verstand, so schnell ging dann doch alles vor sich. Ich habe erst ein wenig von dem Geld in Crowdfunding Projekte gelegt. Warum? Weil ich wie so viele vom Kapitalmarkt keinen blassen Schimmer hatte. Weil ich dachte, Aktien wären für Reiche. Weil ich dachte, es wäre zu kompliziert und ich nicht schlau genug. Weil ich einfach so wenig über den Kapitalmarkt wusste, dass ich nicht einmal eine Ahnung hatte, wo ich die Information dazu herbekommen könnte. Ihr kennt vielleicht diesen extremen Unwissenheitsstatus, wo man nicht mal weiß, was man alles nicht weiß. Da war ich. 🙂

Plötzlich war die finanzielle Freiheit greifbar

Doch zum Glück lerne ich sehr schnell. Und wenn mich mal das Feuer gepackt hat, verbeiße ich mich so richtig. Same here. Bei meinen Recherchen stieß ich erstmals auf Madame Moneypenny und ihren Blog. Ich schnappte mir all ihre Basic-Buchtipps, von denen ihr übrigens einige auch in meinem Buchempfehlungsartikel hier findet. Und ich las die Bücher und ich hörte die Podcasts und schaute die Youtube-Videos. Ich war inspiriert.

Kündigung für die finanzielle Freiheit

Erstmal ging es mir darum, meine Pensionslücke zu füllen. Ich habe sie mir errechnet und beschlossen, den Gap selbstständig zu schließen. Doch diese erste Idee von Freiheit bedingte auch, dass ich in dem Angestelltenverhältnis, in dem ich war, nicht länger bleiben konnte. Das hatte nicht vorrangig finanzielle Gründe. Aber auch. Ich wollte weniger arbeiten und dafür mehr Geld bekommen. Mehr Zeit für die Familie und weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Arbeit. Klingt schwierig und ist tatsächlich unmöglich in der Angestellten-Konstellation, in der sich die meisten Menschen befinden. Da ist oben irgendwo ein Deckel und da kommt man nicht durch. Als Selbstständige oder Unternehmerin schaut das ganz anders aus. Wenn ich plötzlich verlangen kann, was ICH für angemessen halte und mir aussuchen kann, mit welchen Kunden ich arbeiten will und mit welchen nicht – nämlich jenen, die Dumpingpreise erwarten – , ist das durchaus möglich. Noch im Jänner habe ich (nachdem ich Ende Dezember erst das Thema Finanzen für mich entdeckt hatte!) gekündigt.

Finanzielle Freiheit funktionierte für mich nicht als Angestellte.
Angestellte zu sein und gleichzeitig nach Freiheit zu streben, passte für mich nicht zusammen.

Finanziell frei durch Akquise, Sparpläne und eifriges Lernen

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon etwas, was natürlich eine große Stütze war. Nein, eigentlich zwei Dinge. 1. ein Buch das so gut wie fertig war und mit wenig Aufwand in den Verkauf geschickt werden konnte. Und 2. ein Netzwerk, aus dem ich sofort einen ersten Kundenstock aufbauen konnte. Ab dem zweiten Monat der Selbstständigkeit verdiente ich schon annähernd gleich viel wie in meiner alten Firma. Ein kleiner Teil floss aus den Buchtantiemen in meine Tasche, der Großteil jedoch aus Copywriting-Aufträgen. Ich habe fleißig akquiriert, weil ich ja das Ziel hatte, meine hohen Sparvorgaben auch einhalten zu können. Und auch Weiterbildung war plötzlich auf so vielen Gebieten notwendig.

Eins führt zum Anderen und alles zusammen in die finanzielle Unabhängigkeit

Was dann wirklich den Stein ins Rollen gebracht hat, war dass ich gesehen habe, dass ich nicht alleine bin in meinem Streben. Da draußen gibt es ganz, ganz viele Menschen, die so ticken wie ich. Nicht unbedingt in meinem direkten Umfeld, aber man trifft sie. Ich habe gelernt und gelesen und eines führte zum Anderen. Bis dieses Ding dann im Sommer 2019 plötzlich ein richtiges Projekt zu werden schien. Ich hatte – für mein damaliges Empfinden – diese ETFs durchschaut. Ich hatte sämtliche Fixkosten auf ein Minimum reduziert und führte mein Haushaltsbuch so akribisch, dass andere nur noch den Kopf darüber schütteln konnten. Plötzlich hatte ich keine Lust mehr, Geldgeschenke von Verwandten gedankenlos in Textilien umzuwandeln. Ich wollte mehr investieren, wollte mehr Bücher kaufen, um noch andere, verwandte Disziplinen zu studieren. Selbstoptimierung, Zeitmanagement, Aktien, Immobilien.

Quellen passiven Einkommens

Ich studierte, welche Quellen passiven Einkommens es gibt und welche etwas für mich sein könnten. Ich nahm an Webinaren und Seminaren teil und mein Interesse an Immobilien wuchs. Und das war der Punkt, an dem ich auch meinen Mann erwischt habe. Er war Feuer und Flamme. Nach zwei Seminartagen mit dem Investment Punk Gerald Hörhan sprachen wir erstmals darüber, selbst zu mieten statt weiterhin im Eigentum zu wohnen. Wir waren ja davor schon auf Haussuche gewesen, hatten jedoch immer nach Kaufobjekten gesucht. Jetzt will ich nicht behaupten, dass sich uns dadurch ein ganz neuer Markt eröffnete. Tatsächlich gibt es gerade Mietshäuser nicht wie Sand am Meer. Aber wenn man bedenkt, dass wir schon seit gut sechs Jahren auf der Suche waren, weiß man, dass das Angebot an Häusern zum Kauf auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist.

Frühling im Oktober – die Reise von 2-years.com beginnt

Bis zum Herbst war ich dann schon so weit drin, dass ich mir gedacht habe, dass jetzt einmal ein richtig hohes Ziel hermuss. Ich merkte, wie ich auf der Stelle treten würde, wenn ich mir nicht selbst einen Tritt in den Hintern verpassen würde. Und den hat es auch gebraucht, denn danach ging alles irrsinnig schnell. Ich habe mir vorgenommen, diese finanzielle Unabhängigkeit, von der ich träumte, binnen zwei Jahren zu erreichen. Jetzt ehrlich, dass auch das eigentlich kein Ziel ist, war mir damals nicht bewusst. Ich hatte nicht definiert, welcher monatliche Eurobetrag genau notwendig wäre und wie ich den erreichen wollte. Das kam alles erst viel später. Es war mehr eine Idee, aber mit dem Potential etwas ganz Großes zu werden.

Mein Weg in die finanzielle Unabhängigkeit soll 2 Jahre dauern und hat vor einem Jahr begonnen.
Heute vor einem Jahr ist mein Küken geschlüpft.

Zwischen Haus- und Wohnungsbesichtigungen, Kundenaufträgen, Copy- und Ghostwriting

Im Herbst habe ich auch begonnen, mit Dr. Huschang Rohani an seinem Buch „Es gibt keine Zufälle“ zu arbeiten. Ich habe neue Kunden gewonnen, alte abgegeben, wieder neue gefunden. Mein zweiter Roman „Herbstmesse“ ist gewachsen und gediehen. Ich habe so viele Anlegerwohnungen besichtigt, dass ich schon den Überblick verloren hatte. Wir haben ständig auf Willhaben nach Häusern zur Miete gesucht. Und in jeder freien Minute (viele waren es dann ja nicht mehr) habe ich Content konsumiert. Und dann plötzlich – mit Jahresbeginn – schien alles wie von alleine an seinen Platz zu fallen. Bis Corona kam. Aber das sage ich jetzt nicht, weil das alles zerstört hätte, im Gegenteil. In dieser Zeit hat sich so viel zugetragen, dass wir einen richtigen Ruck in Sachen finanzielle Unabhängigkeit erlebt haben. Vielleicht sind das alles nur zeitliche Zufälle und die Pandemie und unsere Projekte hatten keinerlei kausale Zusammenhänge, dennoch ist es auffallend, was sich alles ergeben hat.

Corona und die finanzielle Freiheit

Just am Wochenende vor dem Lockdown im März sind wir gesiedelt. Das ist mal sicher kein Zufall, denn der Lockdown wurde ja angekündigt und wir mussten uns für einen Wohnsitz entscheiden. Da im Haus ohnehin so viel zu tun war und wir die Zeit dafür nutzen wollten, haben wir uns ganz bewusst für die ad-hoc Aktion entschieden. Und es war herrlich aufregend! Nebenher haben wir noch unsere Wohnung für den Verkauf hergerichtet und direkt nach dem Lockdown nicht nur inseriert, sondern auch verkauft.

Genauso knapp vor der Pandemie habe ich meine erste Anlegerwohnung gefunden. Den Kauf haben wir den Lockdown über auf Hold gesetzt, weil nicht absehbar war, ob wir das dafür vorgesehene Eigenkapital nicht fürs pure Überleben brauchten. Die ersten zwei Wochen des Lockdowns hatte ich so gut wie keine Aufträge. Das machte mich etwas nervös. Völlig zu unrecht, im Nachhinein betrachtet, denn das Geschäft hat schnell wieder angezogen. Meinem Mann bliebt die Kurzarbeit Gott sei Dank auch erspart. Und direkt, als das Leben in Graz wieder Fahrt aufgenommen hat, habe ich die Wohnung gekauft. Und in kürzester Zeit auch vermietet gehabt. Wir haben aber unermüdlich weiter besichtigt, da sich schon gezeigt hat, dass der Verkauf unserer alten Wohnung recht lukrativ würde.

Finanzielle Unabhängigkeit in Zeiten von Corona ist nach wie vor machbar.
Ich habe nicht das Gefühl, dass die Corona-Pandemie uns in unseren Plänen zurückgeworfen hätte. Aber wer weiß? Vielleicht wären wir viel weiter ohne sie…

Die extra Portion Zeit, die ich durch die schlechtere Auftragslage beschert bekommen habe, habe ich genutzt, um „Herbstmesse“ fertigzustellen. Zwar hat sich hier alles ganz schlimm verzögert, aber dennoch konnte ich noch im Frühling mein zweites Buch in Händen halten. Daneben haben Huschang Rohani und ich unermüdlich weiter an seinen Memoiren gearbeitet!

Neues Leben – aber noch nicht in finanzieller Freiheit

Die alte Wohnung war weg, eine erste Anlegerwohnung war da und wir hatten unsere Wohnsituation durch die neue Idee der Miete radikal verbessert. Ich sage euch ganz im Geheimen, dass das nicht nur Vorteile gebracht hat. Der Arbeitsaufwand in dem großen Haus mit Riesengarten ist kaum zu bewältigen. Aber das sage ich wirklich nur euch, ja? Außerdem habe ich begonnen, in Dividendenaktien zu investieren. Dazu habe ich einen ganz kleinen, bescheidenen Investmentplan erstellt, der einen monatlichen Fixbetrag von 1.000 Euro vorsieht. Ich habe wirklich gut eingekauft, muss ich sagen. Ich habe die Kurse studiert und zugeschlagen, wenn ich dachte, ein Tiefststand wäre erreicht. Mittlerweile ist mein Depot schon recht beachtlich gewachsen.

Noch lange nicht am Ziel der finanziellen Freiheit

Dann hat es mich wieder gejuckt. Mein Mann und ich haben uns weiteres Wissen angeeignet und eine neue Marschrichtung für die Immobilieninvestments festgelegt. Fix & Flip Projekte sollen dafür sorgen, dass das Kapital nicht ausgeht, das immer wieder für den Kauf von Anlegerwohnungen zum Vermieten gebraucht wird. Gerade befinden wir uns noch in der Gründungsphase der GesmbH. Noch diese Woche haben wir den Notariatstermin. Ihr könnt hier die Hintergrundinfos zur Firmengründung nachlesen. Außerdem haben wir unser erstes Fix & Flip Projekt gekauft, mit dessen Sanierung wir spätestens am 1. November beginnen wollen. Alles dazu in diesem Beitrag.

Was kommt noch?

Den Kurs, den wir eingeschlagen haben, wollen wir auf jeden Fall beibehalten. Neben den Immobilien will ich auch bei den Dividendenaktien am Ball bleiben. Denn wenn wir ehrlich sind, sind € 1.000,- pro Unternehmen ja nicht gerade viel. Außerdem habe ich vor, meine Tantiemen aus den Buchverkäufen ganz brutal zu steigern. Ich habe euch im letzten Blogbeitrag ja von meinem Coaching erzählt, das mir dabei helfen wird. Die Rohani-Memoiren werden noch heuer fertig (auch wenn das leider nicht ausschließlich von mir abhängt) und ein weiteres Buchprojekt steht bereits in der Pipeline. Außerdem ist die Auftragslage im Copywriting gerade sehr gut. Ich habe haufenweise neue Kunden gewinnen können und habe andere Bereiche, dir mir nicht so viel Spaß gemacht haben, an den Nagel gehängt.

Also, finanzielle Freiheit auf Schiene?

Nö. Ganz und gar nicht. Mittlerweile habe ich ja eine ziemlich genau Vorstellung davon, was ich monatlich aus passiven Quellen ziehen müsste, um tatsächlich finanziell frei zu sein. Und um das bis nächstes Jahr um diese Zeit hinzubekommen, müsste ein Wunder passieren. Aber ein Jahr ist doch Zeit genug für ein Wunder, oder?

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