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Dividendenaktien – eine neue Anlagestrategie

Ich habe in den letzten Monaten ein neues Anlageziel verfolgt. Denn der Kapitalmarkt gibt mehr her als nur die pure Altersvorsorge. Dividendenaktien sollen mir helfen, mein passives Einkommen ab 2021 zu erhöhen.

Wie jetzt? Da habe ich doch immer gepredigt, wer sich um seine Altersvorsorge kümmern will, soll auf thesaurierende ETFs setzen. Habe ich doch in diesem Blogbeitrag lang und breit darüber philosophiert, oder? Und jetzt auf einmal tauchen da Dividendenaktien auf. (Wer nicht weiß, was Dividenden sind, kann das kurz und knapp auf Wikipedia nachlesen.)

Neue Lebensumstände – neue Strategien

Ja, ihr Lieben, und so sehe ich das auch immer noch. Und praktiziere ich auch weiterhin. Ich setze für meine Altersvorsorge auf passive Fonds und bespare die mit einem monatlichen Fixbetrag. Doch bei uns in der Familie beginnt diesen Herbst ein neuer Lebensabschnitt und das bedingt für mich eine neue Strategie.

1.000 Euro pro Monat in Dividendenaktien

Wie schon angedeutet, ändert sich an meiner Altersvorsorge erstmal gar nichts. Die bleibt genauso bestehen, wie sie ist, denn mein altes Ich will nicht in Armut leben. Doch ich nutze die Gunst der Stunde, um mir zusätzlich ein Portfolio an Dividendenaktien aufzubauen. Und zwar kaufe ich gerade Monat für Monat Aktien einer bestimmten Kapitalgesellschaft – immer so um zirka 1.000 Euro. Ich habe lang und breit recherchiert, welche Unternehmen in welchen Monaten Dividenden ausschütten und mir einen Plan zurecht gelegt, wie ich ab 2021 jeden Monat eine Dividendenausschüttung erhalte (sofern die AGs auch wie in den vergangen Jahren ausschütten – damit darf man ja nicht fix rechnen).

Dividendenaktien, Mieteinnahmen und Tantiemen liefern mir laufend Geld. Das Schreiben von Auftragstexten ist meine aktive Einkommensquelle.
Nein, das Schreiben werde ich auch in Zukunft nicht an den Nagel hängen, weder die Belletristik noch die Auftragsarbeiten. Doch letzteres werde ich zumindest reduzieren müssen.

Die Gunst der Stunde

Warum spreche ich von der Gunst der Stunde? Nun ja, der ganz große Crash ist ja eigentlich ausgeblieben, doch noch stehen viele Aktien nicht wieder auf ihren Vor-Corona-Kursen. Auch wenn viele schon wieder stark nachgezogen haben und manche auch Rekord-Werte verzeichnen, sind viele Aktien zu ganz guten Preisen erhältlich. Der zweite Grund ist, dass es mir jetzt im Moment finanziell möglich ist, diese Käufe zu tätigen. Ganz einfach.

Warum jeden Monat 1.000 Euro für Dividendenaktien?

Naja, so auf den Euro genau kann man das eh nicht sagen. Die Preise variieren immer. Aber jetzt werdet ihr euch denken, es wäre ja schlauer, gleich mehr in die Dividendenaktien zu legen, weil mit dem Pimpibetrag von 1.000 Euro pro Unternehmen schaut ja nicht viel raus. Das stimmt, aber mehr geht nun mal so nebenbei nicht. Und ich will ja auch hier meinen Anlegerprinzipien treu bleiben. Eines dieser Prinzipien ist, breit zu streuen und wenn ich jetzt das ganze mir zur Verfügung stehende Kapital in eine Aktie lege, dann entspricht das nicht meinem Verständnis von Risikostreuung. Natürlich habe ich auch vor, nachzukaufen, und Tausenderschritte sind für mich auch insofern gut vertretbar, weil bei einer Ordergebühr von € 5,90 habe ich Investmentkosten von ca. 0,6%. Das ist doch noch in Ordnung, oder? Ach, da rede ich übrigens von flatex. Mit anderen Brokern habe ich keine Erfahrung.

Welche Dividendenaktien empfehle ich?

Gar keine! Nein ehrlich, da gibt man keine Empfehlungen ab. Denn jeder soll bitte den Kapitalmarkt selbst kennenlernen und sich in diesem Zusammenhang bilden. Alles andere ist schlicht gefährlich. Aber wie immer mache ich keinen Hehl daraus, welche Aktien ich auf meiner Liste und entweder schon gekauft oder in Planung habe. Das kann sich aber natürlich auch noch ganz arg ändern, nämlich wenn andere Kurse besser sind. Ich schreibe sie einfach so nieder ohne Chronologie oder Wertung oder sonstige Hintergründe.

  • Nike
  • Walt Disney
  • Starbucks
  • Coca Cola
  • Pepsico
  • Microsoft
  • Mc. Donalds
  • Mastercard
  • Bayer
  • Adidas
  • Apple
  • Cisco
  • Procter & Gamble
  • Johnson & Johnson
  • Unilever
  • Andritz AG
  • BMW

So, jetzt noch einmal: Dies ist keine Werbung und keine Kaufempfehlung, sondern ausschließlich eine Zusammenfassung jener Dividendenaktien, die ich gekauft habe oder über die nächste Zeit kaufen will. Bitte nicht nachmachen! Außerdem ist die Liste nicht vollständig, ich habe einige mehr noch auf meiner Watchlist und ändere Posten eventuell je nach Kursentwicklung.

Dividenden sind Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften an ihre Aktionäre. Also ein passives Einkommen.
Dividenden sind Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften an ihre Aktionäre. Also, passives Einkommen für Anleger.

Buy and hold auch für Dividendenaktien

Ich habe euch ja schon gesagt, dass ich nach gewissen Prinzipien anlege. Die breite Streuung wäre eines davon. Ein weiteres ist die laaaaaaaaaaaaaaaaaaange Haltedauer von Aktien. Das findet hier ebenso Anwendung. Ich kaufe nur, was ich zumindest für die nächsten zehn Jahre auch halten will, und kann natürlich. Und da sind wir wieder bei dem Thema, warum ich nicht mehr als 1.000 Euro auf einmal investiere. Bei höheren Beträgen könnte ich nicht garantieren, dass ich das Geld nicht mittelfristig wieder brauche (von wegen Notgroschen und so). Und mit Zwang zu verkaufen, birgt ein hohes Verlustrisiko. Übrigens habe ich auch bei der einen oder anderen Aktie zugeschlagen, die keine Dividenden ausschüttet, als die Kurse entsprechend waren. Bei H&M zum Beispiel. Auch habe ich bereits vor Monaten etwas Kohle, die übriggeblieben ist, in einen Dividendenaristokraten-ETF (Mann, das ist ein schwieriges Wort, ob es dafür nicht eine andere Bezeichnung auch gäbe?) gesteckt. Das war beides Spielgeld, das nicht viel mit meiner Altersvorsorge zu tun hatte. ABER auch hier mit der Idee, alles mindestens 10 Jahre lang zu halten!

Was die Einschulung unseres Jüngsten mit Dividendenaktien zu tun hat

Aber warum habe ich mir überhaupt diese neue Strategie überlegt? Woher kommt der Sinneswandel? Also, das ist so: Unser Jüngster beginnt im Herbst mit der Schule. Schön, oder? Und aufregend, das sage ich euch! Aber ich bin ja bekannt dafür, sehr vorausschauend zu denken und zu planen und die neue Lebenssituation meines Sohnes bedingt auch Veränderungen in meiner Arbeitsstruktur. Ich mache es kurz und knapp: Mir bleibt weniger Zeit zum Arbeiten, dafür gehen aber die Kosten massiv in die Höhe.

Die Schule, in die wir unseren Sohn eingeschrieben haben, beginnt täglich um 8:30 und endet um 12:30. Nice life, oder? Das finden mein Mann und ich eben auch. Und natürlich freue ich mich, dass mein Jüngster dann jeden Tag zum Mittagessen wieder zu Hause ist. Es ist aber auch so, dass mir dadurch täglich etwas über zwei Stunden Arbeitszeit fehlen. Nicht zu vergessen, dass er im Sommer neun Wochen Ferien hat. Das eine oder andere werde ich bestimmt mal kompensieren können an Wochenenden oder wenn er bei Freunden ist, aber im Schnitt kann ich eben weniger aktiv arbeiten, was bedeutet, dass ich auch ein geringeres Einkommen haben werde.

Wer will, dass seine Kinder ohne Leistungsdruck aufwachsen, braucht dafür die entsprechende Schule. Die kostet. Diese Kosten sollen Dividendenzahlungen und andere passive Einkommensquelle abdecken.
Unsere Kinder sollen ohne Druck lernen. Wir wollen keine Noten und keine Hausaufgaben. Solcher Schulen gibt es in Österreich nicht viele, doch wir haben eine gefunden. Aber eine solche Ausbildung kostet!

Gleichzeitig ist aber die Schule wesentlich teurer als sein bisheriger Kindergarten. Es kommen also auch massive Mehrkosten auf uns zu. Heißt: Ich muss mehr Geld einnehmen mit weniger Arbeitszeit. Und dass das kein Zuckerschlecken wird, ist wohl schon vorherzusehen, oder?

Tantiemen, Dividenden, Mieten

Ihr wisst ja, 2-years ist immer noch ein Projekt in den Kinderschuhen. Und wenn wir ehrlich sind, wird es das auch nach Ende der zwei Jahre noch sein. Denn selbst wenn ich meine eigendefinierten Ziele von finanzieller Freiheit (hier geht es zum Beitrag dazu) in diesem Zeitraum erreiche, habe ich nicht für alle Zukunft ausgesorgt. Und es wird immer noch so viel zu lernen geben und so viele Wege, die ich weitergehen will, von denen ich heute noch gar keine Ahnung habe.

Und genauso gehe ich auch jetzt Schritt für Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit und in Richtung passives Einkommen. Die Dividenden sollen ihren Beitrag leisten, die zukünftigen Mieteinnahmen fallen ebenso ins Gewicht und die dritte Quelle sind die Tantiemen für meine Bücher. Wer die noch nicht kennt, findet sie hier auf Amazon. Natürlich werde ich meinen Job nicht allzu schnell an den Nagel hängen können. Das will ich auch gar nicht. Aber wie ihr wisst, arbeite ich gerne nach meinen eigenen Regeln und die Familie kommt immer zuerst!

Mein passives Einkommen und somit auch konkret die Dividendenaktien sollen mir helfen, mehr Zeit für die Familie zu haben.
Bei all unseren Überlegungen kommen die Kinder und ihre unbeschwerte Kindheit immer an erster Stelle!

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