Allgemein finanzielle Bildung Investieren Mindset passives Einkommen Vorsorge

Dein Einkommen ist Nebensache

Sagen wir, ich verdiene im Jahr 100.000 Euro und gebe 100.000 Euro aus. Dann habe ich zwar ein Jahr lang schön gelebt, aber kein Vermögen aufgebaut. Und wenn ich aber nur 30.000 verdiene und davon 25.000 ausgebe? Dann bin ich nach diesem einen Jahr eindeutig reicher als der, der die 100.000 verdient hat, oder?

Jetzt stelle ich hier auch noch die Behauptung auf, dass es wirklich jeder zu Reichtum bringen kann. Unabhängig von seiner Herkunft, seiner Ausbildung und – und jetzt bitte aufpassen – von seinem Einkommen! Jeder kann reich werden.

Viel Gehalt ist nicht gleich Reichtum

Diesen Gedankenfehler haben ja viele, wie mir aufgefallen ist. Sie beneiden Menschen, die viel verdienen und halten diese Menschen für reich. Tatsächlich aber definieren sich weder finanzielle Freiheit noch Reichtum durch das Einkommen. Nicht, was man verdient, ist entscheidet, sondern was man hat.

Aber einer der viel verdient, besitzt doch viel

Das ist dann die logische Schlussfolgerung, oder? Wenn einer viel verdient, muss er doch auch viel Geld haben. Nö, stimmt nicht. Denn Geld auszugeben, auch große Mengen und auch Monat für Monat, ist überhaupt nicht schwierig. Ohne Probleme könnte ich monatlich mehrere tausend Euro einfach so zum Fenster rauswerfen. Und weg ist es, das liebe Geld. Nichts mit reich werden…

Um reich zu werden, muss man weniger ausgeben, als man verdient.
Geld auszugeben, ist das leichteste auf der Welt. Jeder will unser Geld haben!

Fette Autos, teure Schuhe, ferne Reisen

Und immer noch gibt es dann eine Fehlvermutung: Auch wer viel Geld ausgeben kann, ist deswegen nicht reich. „Aber der hat dann doch auch was für sein Geld bekommen“, hört man oft. Ja, sicher, aber nichts von Wert! Das ist das Problem. Selbst wenn er noch so teure Schuhe kauft, verlieren die an Wert und das Geld ist futsch. Und wenn er sich das fette Auto gönnen will, ist das schön. Aber in dem Moment, in dem er es aus dem Geschäft fährt, hat es schon an Wert verloren. Ein ganzer Haufen Kohle ist also verbrannt. So wird man nicht reich!

Aber mit höherem Einkommen bleibt einem mehr übrig

Ja, das sollte im Idealfall wirklich so sein. Mag man annehmen. Aber was passiert automatisch, wenn man mehr verdient? Jeder von uns hat doch bestimmt schon mal eine Gehaltserhöhung bekommen. Und dann? Gibt man das aus. Bei richtig fetten Einkommensschüben ist es dann gleich die größere Wohnung oder ein Auto oder ein neues Auto, wenn man schon eines hatte. Oder sonst geht man halt öfters essen oder shoppen. Nicht wahr?

Darf man denn sein Geld nicht genießen?

Natürlich ist das alles legitim. Aber wenn alles, was reinkommt auch wieder rausgeht, ist es in Wirklichkeit für den Vermögensaufbau völlig egal, wie viel reinkommt. Sicher hat man dann auswärts gegessen oder eine neue Handtasche, aber eben nicht mehr Geld. Man hat nicht mehr Vermögen angehäuft, sondern nur mehr ausgegeben.

Man wird nicht reich, wenn man sich in die Abhängigkeit starker Marken begibt.
Große Marken – hohe Preise. Gerade durch starke Brands werden wir zum Geldausgeben animiert.

Sparen kann jeder und somit auch reich werden

Zumindest 10% seines Einkommens sollte man sparen. Das ist so die Regel, die angeblich jeder schaffen sollte. Das finde ich auch ganz clever, ehrlich gesagt, weil dadurch der Sparbetrag bei einem niedrigen Einkommen auch deutlich niedriger ist als bei einem hohen Einkommen. Und jetzt die Crux: Durch diese Faustformel wird dann doch wieder der mit dem hohen Einkommen schneller reich als der mit dem niedrigen. Ja, das stimmt. Wenn er es tut. Und das ist ja nicht unbedingt gesagt. Die meisten Menschen, egal ob viel Gehalt oder wenig, geben einfach alles aus. Und: Nur weil der eine schneller finanziell frei wird, heißt das nicht, dass es der andere nicht auch wird!

Wie wird man denn nun mit kleinem Gehalt reich?

Erst einmal sollte man unbedingt definieren, was man selbst als reich empfindet. Wie viel Geld will man auf der Kante haben? Wie viel passives Einkommen soll generiert werden und bis wann? Was braucht man aktuell monatlich und wie viel mehr soll es werden in Zukunft? Das sind so die Grundsatzfragen. Und wenn man das weiß, ist es eigentlich ganz einfach:

  • Errechne dir, wie viele Jahre du für dein Ziel noch hast
  • Mache aus, wie viel du monatlich sparen musst, um das Ziel zu erreichen. 10 % sind das Minimum, von jeder Gehaltserhöhung etc. zumindest 50%!
  • Spare das Monat für Monat weg. Immer zuerst sparen. Geld kommt rein, Sparrate geht ab. Und dann gibst du erst aus, was vom Sparen übrig bleibt!
  • Was du auf der hohen Kante haben willst für Unerwartetes, rührst du nicht an. Das bleibt liegen.
  • Ab dem Zeitpunkt, wo dieser Puffer aufgebaut ist, investierst du alles, was du sparst. Was Investitionen sind und was nicht, kannst du übrigens in diesem Beitrag nachlesen. Überlege dir gut, wie du dein Geld investierst und streue das Risiko breit.
  • Gut, ein bisschen finanzielle Bildung wird schon auch noch nötig sein, das gebe ich zu. Denn man will sein Geld ja vermehren, nicht verspekulieren.
  • Und wenn man diese ersten Punkte gut im Griff hat, kann man noch weiter daran arbeiten, auch mehr zu verdienen. Dann geht es eben schneller.

Zeit ist King beim Reich werden

Eines ist, denke ich, ganz logisch: Je früher man mit dem Sparen und dem daraus resultierenden Vermögensaufbau beginnt, desto schneller kommt man an sein Ziel und desto reicher kann man werden. Somit finde ich eigentlich Zeit als Faktor fast wichtiger als die Höhe des Einkommens. Generell sollte sich aber unser Einkommen ohnehin auch immer weiter entwickeln und irgendwann läuft dann das Rad von ganz alleine.

Womit du dein Geld verdienst, spielt auf dem Weg zu Reichtum keine Rolle. Wer reich werden will, muss weniger ausgeben, als er verdient.
Nicht nur das Einkommen spielt eine nebensächliche Rolle. Für deinen Vermögensaufbau ist es auch völlig egal, womit du dein Geld verdienst.

Was du verdienst, spielt nicht so eine große Rolle. Was du behältst, ist entscheidend!

Nur wer unter seinen Verhältnissen lebt, der hat eine Chance auf Reichtum. Eine andere Lösung gibt es nicht. Also, Gratulation an alle, die ein hohes Einkommen haben und dadurch schnell zu Reichtum kommen könnten. Aber Respekt an all jene, die ein niedriges Gehalt beziehen und es dennoch schaffen, genügend zu sparen, um damit an der finanziellen Freiheit zu arbeiten!

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