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Schnell reich werden, ist nicht

Ein Vermögen aufzubauen, geht nicht von heute auf morgen. Und wenn euch das jemand verspricht, seid bitte vorsichtig! Es dauerte Jahre oder sogar Jahrzehnte. Aber wer will das schon? Ich will! Aber das war auch nicht immer so.

Nicht umsonst sagen das ganz viele der Großen unserer Zeit: Man überschätzt, was man in einem Jahr schafft und man unterschätzt, was man in zehn Jahren schafft. Von Tony Robbins bis Bodo Schäfer, sind sie sich da alle einig: Man wird nicht schnell reich, man muss langfristig planen.

Sieben Jahre, liebe Leute, nicht sieben Monate

„In sieben Jahren zur ersten Million“ lautet der Bestseller-Titel von Bodo Schäfer. (*Affiliate-Link). Von sieben langen Jahren ist darin die Rede. Nicht von Tagen, Wochen oder Monaten. Es ist eine Anleitung für so viele Jahre harter Arbeit. Die braucht es wohl, um die erste Million anzuhäufen. Aber wer will das schon? Sieben Jahre lang auf finanzielle Freiheit hinarbeiten? Hier! Ich! Ich will gerne sieben Jahre lang auf eine Million Euro hinarbeiten.

Wenn man sieben Jahre zur ersten Million braucht, dann kann man sich ausrechnen, wie reich man im hohen Alter sein wird.
Wenn ich sieben Jahre bis zur ersten Million brauche, schaffe ich bis zu ihrem Alter zumindest 6 Millionen – wenn man außer Acht lässt, dass das Wachstum ja exponentiell ist.

Im Heute leben

„Was nützt mir denn dieser Reichtum in sieben Jahren? Ich lebe doch heute. Jetzt bin ich jung und will das Geld ausgeben.“ Genauso habe auch ich vor gar nicht allzu langer Zeit noch gedacht. Aber irgendetwas in mir hat mir damals schon gesagt, dass ich da falsch gewickelt sein muss. Denn Folgendes war der Fall: Ich war damals nicht reich und ich hatte auch keine Aussicht darauf, in den nächsten Wochen oder Monaten zu großem Reichtum zu gelangen. Also stimmte daran irgendetwas nicht.

Das Kind reicher Eltern…

…bin ich nun mal nicht. Meine Eltern konnten und können mir nichts schenken und es wird auch kein Erbe geben. Ich bin also nicht als reicher Mensch geboren. Habe ich ja hier schon mal geschrieben… Vielleicht, wenn das der Fall gewesen wäre, hätte ich in meiner Jugend dieser Lebenseinstellung frönen können. Nicht, dass ich in Armut dahinvegetiert wäre. Ich habe sehr früh gut verdient und jeden Cent ausgegeben. Aber Millionärin? War ich mit Sicherheit nicht. Reich? Nein, weit gefehlt. Wäre ich aber heute, hätte ich damals schon langfristige Ziele definiert gehabt.

Die wichtigen sieben, zehn oder zwanzig Jahre versäumt

Tja, diese Chance habe ich also verpasst: Ich habe in jungen Jahren verabsäumt, das Vermögen aufzubauen, das mich heute reich machen würde. Aber was heißt das jetzt? Dass ich mich nun mit 38 damit zufrieden geben muss? Dass ich selbst schuld bin, dass ich nicht schon längst vermögend bin? Letzteres schon, aber zufrieden geben? Nein!

Was also ist die Konsequenz von „schnell reich werden, ist nicht“

Also, sofort reich, war nicht machbar. Dafür hätte ich reich geboren werden müssen. Um heute ein Vermögen zu besitzen, hat in jungen Jahren das Mindset nicht gepasst. Und dann ist die Schlussfolgerung was? Dass ich nie reich sein werde, oder? Denn wenn ich nicht gewillt bin, auf die nächsten sieben bis zehn Jahre zu planen und konkrete Maßnahmen umzusetzen, wird das nichts mehr.

Money Mindset

Keine Ahnung, wie oft ich diese Überschrift in all meinen Beiträgen bis jetzt schon verwendet habe. Aber dieses Money Mindset ist wirklich unbeschreiblich wichtig! Und in neunzig Prozent der Fälle ist es der Grund, dass wir nicht da sind, wo wir gerne sein würden. Bei mir ist es mit Sicherheit eine Frage der Reife oder des Alters gewesen. Denn selbst, wenn mir jemand die paar einfachen Grundregeln des Vermögensaufbaus in frühen Jahren schon erklärt hätte, wäre ich nicht empfänglich dafür gewesen. Für mich hat Geld Spaß bedeutet. Spaß ist ungleich Sparen. Ich hätte schlicht kein Interesse am richtigen Umgang mit Geld gehabt. Deswegen macht es auch gar keinen Sinn, den verlorenen Jahren nachzutrauern. Ich habe gut gelebt und hatte auch tatsächlich jede Menge Spaß!

In jungen Jahren machen sich die wenigsten Menschen Gedanken über den Vermögensaufbau. Die Idee ist meist, irgendwann soviel zu verdienen, dass man dadurch reich wird. Das funktioniert aber so nicht.
In jungen Jahren waren einfach andere Dinge wichtiger als meine finanzielle Freiheit.

An die Zukunft denken, statt dem schnellen Reichtum nachzujagen

Nun ist es aber für viele auch im höheren Alter immer noch nicht möglich, eine Finanzplanung für sieben, zehn, fünfzehn Jahre aufzustellen. Das ist auch direkt verständlich, denn niemand hat ein Bild davon vor Augen, wie die so ferne Zukunft aussehen könnte. Fakt ist aber, dass man auch nach so vielen Jahren immer noch dieselbe Person sein wird. Und wenn man sich heute wünscht, ein reicher Mensch zu sein, wird sich das wahrscheinlich mit zunehmendem Alter nicht ändern. Im Gegenteil, man wird von seiner Lebenserfahrung auch irgendwann zehren wollen.

Aber dann verdiene ich so viel, dass ich reich bin

Genau weiß ich nicht, was ich mir in meiner Jugend so gedacht habe zum Thema finanzielle Vorsorge fürs Alter. Wahrscheinlich nicht allzu viel. Aber eine prinzipielle Idee war ganz fest in mir verankert: Dass ich irgendwann mal so viel verdienen würde, dass ich dadurch reich würde. Ich denke, so fasse ich die planlosen Gedankenfetzen, die meine finanzielle Grundstrategie bildeten, am besten und verständlichsten zusammen. Ich war der Meinung, dass ich kontinuierlich mehr verdienen und dann eben vermögend sein würde. Diese Rechnung geht aber nicht auf. Ich habe zwar wirklich fast von Jahr zu Jahr immer mehr verdient. Aber auch immer mehr ausgegeben. Denn mit dem gesteigerten Einkommen hat sich auch der Lebensstandard erhöht. Schleichend und unmerklich hat sich somit mein Ausgabeverhalten an meine gesteigerten Einnahmen angepasst. Für einen Vermögensaufbau war nie was übrig. Tatsächlich habe ich es trotz fixen und guten Einkommens geschafft, oft monatelang ein Minus auf meinem Konto mitzuschleppen.

Wer reich werden will, muss etwas ändern.
Durchs Geld ausgeben, bin ich nicht reich geworden. Also musste ich die Strategie ändern. Ist logisch, oder?

Lieber langsam reich werden als gar nicht

Ihr merkt schon. Ich bin mir – wie die meisten – auch selbst im Weg gestanden bei diesem Thema. Und habe dadurch natürlich viele Jahre verloren. Das gebe ich ehrlich zu und habe ich auch schon des öfteren erwähnt. ABER und das ist der springende Punkt: Ich bin lieber auch aus heutiger Sicht erst in zehn Jahren reich als nie! Und wenn ich nicht jetzt beginne, an diesem Ziel zu arbeiten, ist mir das Eine gewiss: Dann stehe ich auch in sieben Jahren gleich da wie in meiner Jugend oder jetzt (sagen wir, vor einem Jahr, denn in der Zwischenzeit hat sich ja schon ein bisschen was getan). Also, die Zeit, um mit dem Reichwerden zu beginnen, ist heute!

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