Allgemein Corona Mindset Vorsorge

Hört auf zu jammern – Schluss mit dem Pessimismus

Ich sage jetzt mal ganz offiziell dem Pessimismus den Kampf an. Weil ich ihn für gefährlich halte. Pessimisten sind nicht schlauer, sie sind auch nicht besser informiert. Oft verkaufen sie sich gut, das gebe ich zu. Aber das rechtfertigt noch lange nicht, dass sie uns ein schwarzes Zukunftsbild in unsere Köpfe pflanzen!

Ist es frech, von den Leuten zu verlangen, nicht so negativ zu sein? Gerade in Zeiten wie diesen, wo es durch die Corona Pandemie ganz offensichtlich an allen Ecken und Enden so viel Grund dafür gibt? Ja, vielleicht ist es das. Aber ich tue es trotzdem.

Wer glaubt an eine positive Zukunft? Optimismus kann uns helfen, unsere Welt so zu gestalten, wie wir sie haben wollen.
Ist mein Weltbild lächerlich, weil ich positiv in die Zukunft blicke? Oder bin ich genauso viel Realist wie alle Pessimisten, die einfach nur eine andere Sicht auf genau dieselben Dinge haben?

Corona, Wirtschaft, Existenzen

Vieles liegt gerade im Argen. Die Baustellen sind so vielseitig, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann: Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Geschäftsentgang, Insolvenzen. Und seien wir mal ehrlich, da sind wir erst am Anfang des Spektrums angekommen. Denn die wirtschaftliche Entwicklung (in Österreich und weltweit) ist überhaupt noch nicht absehbar. Wo all die Gelder, die gerade zur Rettung einzelner Personen, ganzer Berufsstände oder Branchen eingesetzt werden, herkommen, ist vielleicht noch klar. Aber wie sie wieder in diese Kassen zurückfließen, wenn die Kaufkraft durch die oben genannten Faktoren extrem in Mitleidenschaft gezogen wird, ist eine ganz andere Frage. Was wird aus der Gastronomie, die ja vorerst auch nur mit Einschränkungen wieder aufgemacht wird, was wird aus dem Tourismus, der Veranstaltungsbranche? Das betrifft ja auch nicht nur den jeweiligen Produzenten und Dienstleister. Auch mit den Zulieferern ist es da nicht getan. Es wird an Steuergeldern fehlen.

Österreich ist nicht alleine

Sagen wir, es gelingt uns, die Produktion wieder schnell und gut hochzufahren. Kann ja durchaus sein. Wer wird denn unsere Exportartikel kaufen? Es ist ja quasi kein einziger Handelspartner von Corona und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft verschont geblieben. Oder wie seht ihr das?

Die andere Seite des Regenbogens

Viele von uns haben jetzt zwar weniger Geld, dafür mehr Zeit. Das sollte doch auch was wert sein, oder? Aber genau da tun sich die nächsten Probleme auf. Kinder sollen neben der Home Office Tätigkeit auch noch zu Hause beschult werden. Und bespaßt. Den ganzen Tag. Und das mit all den Existenzsorgen im Hinterkopf. Wie also um alles in der Welt soll man da positiv bleiben?

Was wäre wenn?

Das war jetzt nur eine oberflächliche Zusammenfassung all der Probleme, die bereits bestehen und noch auf uns zukommen werden. Und die reicht schon aus, um uns den Atem zu nehmen. Aber die Oberflächlichkeit meiner Schilderung zeigt eines auch ganz deutlich, nämlich dass ich in Wirklichkeit absolut keine Ahnung habe. Wie wir alle. Niemand hat diese Pandemie kommen gesehen, niemand konnte die Auswirkungen abschätzen und niemand kann jetzt eine Prognose über die Zukunft stellen. Vielleicht geht alles den Bach runter. Vielleicht aber auch nicht.

Pessimismus schadet

Eines aber weiß ich mit Sicherheit: Es hat noch nie irgendjemandem genützt, tagein tagaus zu raunzen. Neben den gängigsten Verschwörungstheorien ist das Netz gerade voll mit schwarzen Zukunftsprognosen. Und das ist es, was ich einfach nicht verstehen kann. Wem soll das etwas bringen? Wie soll uns das vorantreiben? Selbst wenn die dunkelste und schlimmste aller Zeiten vor uns liegt (was ich übrigens nicht glaube, denn gerade wir in Österreich haben schon ganz schön finstere Epochen hinter uns), wird sie nicht besser dadurch, dass wir schon im Vorfeld den Teufel heraufbeschwören.

Pessimismus ist eine Gefahr für unsere Wirtschaft.
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich persönlich habe ja mehr Bock auf eine glückliche Zukunft!

Self fulfilling prophecy

So, hier sind wir schon einmal bei meinem allerwichtigsten Grund, warum ich diesem Pessimismus nicht zum Opfer fallen werde. Den Begriff der „self fulfilling prophecy“ hat sicher der eine oder andere von euch schon mal gehört, oder? Ich erkläre ihn mal ganz kurz. Es bedeutet, dass genau das eintritt, was man vorhersagt. Das hat jetzt weniger mit Esoterik als mit sozio-psychologischen Aspekten zu tun. Was wir denken, beeinflusst unser Handeln. Und Aktion führt wiederum zu Reaktion. Sprich, wir selbst führen unsere Prophezeiungen durch unsere (oft unbewussten) Handlungen herbei. Gut, jetzt mag es bestimmt auch noch genügend Leute geben, die sich das nicht vorstellen können. Dass man durch negative Gedanken Probleme anzieht. Ich glaube total daran, dass das eigene Mindset irrsinnig viel bewirken kann. Und all jenen, die da andere Meinung sind, will ich eine Botschaft mit auf den Weg geben: Wenn es auch nur eine kleine, unbedeutende Möglichkeit gibt, dass sich euer Gedankengut in Realität verwandelt, wollt ihr dann nicht dort ansetzen? Einfach, um auf Nummer sicher zu gehen?

Pessimismus ist ansteckend

Gut, Pessimisten hat es immer gegeben und wird es immer geben. Und wenn man jetzt sagt, dass sich ihre Prophezeiung für sie erfüllen wird, dann haben die eben Pech gehabt, oder? Bedingt sehe ich das schon so, denn ich bin ja nicht für jedermanns Mindset verantwortlich. ABER: Pessimismus ist ansteckend. Und wenn jetzt jemand mit einer großen Reichweite da die Horrorszenarien der Zukunft zeichnet, dann schlägt das heute mehr denn je hohe Wellen. Und es steckt die Menschen an. Und wenn irgendwann die Hälfte aller Leute schwarz sieht, na was glaubt ihr, wie sich das auf die Entwicklung auswirkt?

Angst als Triebmittel

Der Hintergrund, warum solche negativen Szenarien immer so populär sind, ist die Angst. Politik, das Versicherungswesen, Religionen und viele andere haben die Macht der Angst erkannt. Und schüren sie, um gewisse Ziele zu erreichen, meistens geht es um Ansehen, Macht und Geld. Das will ich jetzt gar nicht unbedingt jedem, der da draußen die Pessimimus-Karte spielt, unterstellen. Da gibt es einige, die glauben, sie wüssten mehr als andere und wieder welche, die halt Corona bedingt echt schon am Semmerl dahergehen und deswegen einfach alles schwarz sehen. Ein paar profilieren sich und ein paar sind so verzweifelt, dass es rausmuss. Und dann gibt es noch eine andere Gruppe: die Zyniker.

Angst ist ein probates Mittel zur Zielerreichung. Fragt sich nur, ob ich einem Pessimisten helfen will, sein negatives Zukunftsbild zu erreichen.
Grundsätzlich hat Angst ja schon ihre biologische Berechtigung. Aber wovor lohnt es sich denn wirklich, Angst zu haben? Muss ich denn die Ängste anderer unbedingt übernehmen?

Realismus oder Pessimismus

Das Hauptargument der Pessimisten da draußen ist ja, dass sie der Realität ins Auge blicken. Die rosarote Brille abnehmen und sich nicht von Schönrederei blenden lassen. Das finde ich dann ja immer besonders gemein, wenn auf die Optimisten hingehackt wird. Ein schönes Beispiel für mich war die Prognose von Matthias Horx, dem Zukunftsforscher, der in dem Artikel „Die Welt nach Corona“ einen Rückblick aus der Zukunft auf die Corona-Pandemie gegeben hat. Voller Optimismus und positiver Gesichtspunkte. Und was ist als erstes passiert? Er wurde von den Schwarzsehern ins Lächerliche gezogen. Seine Idee als „Blümchenprognose“ und „Populismus“ bezeichnet. Horx würde den Leuten nur sagen, was sie hören wollen.

Optimismus ist nicht naiv

Was den Optimisten unterstellt wird, ist Naivität. Oder oft sogar Dummheit. Als könnten wir die „Fakten“ nicht erkennen oder würden die Augen davor verschließen. Das ist wahrscheinlich notwendig, um Fronten zu bilden. Und um seine eigene Einstellung zu rechtfertigen. Doch Optimismus ist nicht naiv, auch nicht dumm. Es ist eine andere Sichtweise der Dinge. Niemand weiß, was die Zukunft bringt, auch wenn die Jammerer uns das gerne verklickern wollen. Tatsächlich kann keiner in die Zukunft schauen! Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alles reine Spekulation ist. Und wenn ich mir jetzt meine Zukunft ausmalen kann, wie ich will, weil ja dieses gesamte Bild erstmal nur in meinem Kopf besteht, dann zeichne ich mir doch ein schönes Leben. Und besudel nicht jetzt schon meine Gedanken damit, dass alles kacke wird.

Was, wenn wirklich alles ganz schlimm wird?

Natürlich kann es auch passieren, dass wir so richtig zu kämpfen haben. Familien könnten zerbrechen, das Virus könnte mutieren und weitere Lock-down Maßnahmen könnten den Sozialstaat zum Einbruch bringen. Wir könnten alle am Existenzminimum dahin vegetieren. Puh, ich könnte gerade eine ewig lange Liste an Theorien aufstellen, was alles schief laufen könnte. Da habe ich jetzt aber keine Lust darauf. Aus dem einfachen Grund, weil es absolut nichts bringt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Außer dass es uns jetzt in dem Moment, in dem wir uns damit beschäftigen, schon schlecht geht. Dass wir Angst und Sorgen haben. Angst und Sorgen, die aber vielleicht unbegründet sind. Dann haben wir jetzt eine schlechte Zeit und in der Horror-Zukunft auch. Und ich glaube, das muss nicht sein. Oder geht es den Pessimisten darum, später mal „Ich habe es euch ja gesagt“, posaunen zu können? Ist wahrscheinlich auch ein Punkt. Recht haben die Leute immer gern.

Immer locker bleiben?

Bitte versteht das nicht falsch. Ich sage nicht, dass wir nicht vorsorgen sollen. Ihr wisst, ich bin gerade in finanziellen Dingen lieber etwas dicker gepolstert als zu wenig. Aber gegen jede Eventualität können wir uns nicht absichern. Und Wirtschaftsprognosen sind auch nur Prognosen. Sonst würden sie Wirtschaftswahrheiten heißen. Ich habe ja schon einmal einen Blog-Beitrag zu einem ähnlichen Thema geschrieben. Da ging es um Krisen. Niemand hätte damals damit gerechnet, dass es mal monatelang keine Reisen und keine Veranstaltungen geben wird. Wie hätte man sich auf so etwas vorbereiten können? Sicher ist es leichter gesagt, als getan, aber wenn uns dieses Corona-Virus eine Sache aufgezeigt hat, dann dass man anpassungsfähig und flexibel sein muss.

Ich sehe eine schöne Zukunft

Sehen wir also der Zukunft mit Hoffnung und Freude entgegen. Ich würde euch gerne dazu inspirieren. Denkt an die self fulfilling prophecy! Wer will schon selbst schuld sein an einer grauenhaften Zukunft?

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