Allgemein passives Einkommen

Tantiemen verdienen mit Büchern

Tantiemen waren und sind meine ersten passiven Euros. Natürlich setzen sie eine Liebe für die Arbeit - in meinem Fall für das Schreiben von Büchern - voraus. Aber das Tolle daran: Ein gutes Buch schreibt man einmal, die Tantiemen kassiert man vielleicht sein Leben lang.

Tantiemen sind eine passive Einkommensquelle. Und für mich als Autorin und Texterin haben die natürlich einen besonderen Stellenwert. Aber habe ich euch überhaupt jemals erzählt, wie das funktioniert mit den Büchern und was mir das Ganze bringt?

Schreiben ist meine Bestimmung

Geschrieben habe ich immer schon. Mal mehr, mal weniger und bis vor ein paar Jahren eigentlich immer nur kürzere Texte. Aber als ich damals mit meinem Kleinsten in Karenz war, habe ich mir vorgenommen, ein Buch zu schreiben. Oder nennen wir es ein Manuskript. Denn zur Veröffentlichung ist es nie gekommen. Und wird es auch nicht. Aber eines habe ich daraus gelernt: Nämlich, dass ich im Stande bin, ein großes Werk zu vollenden. Eines, das die Ausmaße für den Buchdruck erreicht. Und so habe ich beschlossen, weiter daran zu arbeiten. Mein erster Roman ist letztes Jahr erschienen. Zeitgleich mit dem Beginn meiner Reise in die finanzielle Unabhängigkeit. Genaugenommen war dieses fertige Werk einer der Hauptgründe, warum ich mich getraut habe, mit 2-years.com loszulegen. Denn ich habe gesehen, dass ich mit meiner Leidenschaft Geld verdienen kann. Dass es tatsächlich möglich ist, nur vom Schreiben zu leben.

Tantiemen verdienen mit Büchern
Natürlich ist es viel Arbeit, ein Buch zu schreiben. Es dann noch selbst zu publizieren, ist noch mehr Aufwand. Aber wenn man wie ich ohnehin immer schreiben möchte, ist es die Arbeit auf jeden Fall wert.

Tantiemen oder Kunderrechnungen

Gleich vorweg: Nein, von den Tantiemen meines ersten Romans „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ alleine könnte ich nicht leben. Da will ich bei euch keine Illusionen aufbauen. Es ist ein erstes passives Einkommen, das monatlich von Amazon, wo ich mittels kdp verlegt habe, zufließt. Ich lebe von den Auftragstexten, die ich für meine Kunden schreibe und vom großen Ghostwriting-Projekt, das ich in Arbeit habe. Sprich, weit über 90% meines Einkommens kommen aus aktiven Quellen. Natürlich würde ich dies gerne ändern. Und werde ich auch. In Kürze erscheint mein zweiter Roman, „Herbstmesse“ ebenfalls im self publishing. Und als dritte Tantiemenquelle steht dann ab Fertigstellung auch das Ghostwirting-Projekt zur Verfügung, bei dem ich zusätzlich an den Tantiemen beteiligt bin. Hierbei handelt es sich erstmals um keinen Krimi, sondern um die Memoiren von Dr. Huschang Rohani. Das Buch wird den Titel „Es gibt keine Zufälle“ tragen. Ich habe euch ja in diesem Blogpost mal davon erzählt.

Wie funktioniert das mit den Tantiemen

Ich muss ehrlich sagen, der Deal von kdp, also dem Amazon kindle direct publishing, ist fast unschlagbar. Es hat natürlich den Haken, dass man sich selbst um die Vermarktung kümmern muss, aber dafür kassiert man bis zu 70% der Tantiemen. Und das muss dir ein Verlag erst einmal bieten. Auch alle anderen Self-publishing Partner liegen sehr stark darunter. Ich habe mich bei „Herbstmesse“ dennoch für einen anderen Partner, nämlich BoD (Books on Demand) entschieden. Ob das nun ein Fehler war, weiß ich nicht. Erst dachte ich, es wäre eine super Idee, weil es bei Amazon ja Corona bedingt Lieferbeschränkungen gibt. Aber dann habe ich auf mein Ansichtsexemplar von BoD ganze zwei Wochen gewartet. Und in dieser Zeit hätte Amazon wohl allen Einschränkungen zum Trotz längst geliefert gehabt. Wir werden sehen, ob ich dann mit den Einnahmen auch darunter liege oder ob die Tatsache, dass das Buch überall im on- und offline Handel verfügbar gemacht wird, den niedrigeren Prozentsatz aufwiegt. Bei Amazon ist es Amazon. Punkt. BoD stellt das Buch dem gesamten Handel zur Verfügung. Wir werden sehen… Sonst bringe ich das nächste wieder mit kdp raus. Ich habe ja noch viel vor!

Wieviel verdiene ich daran

Das ist ja nun das eigentlich Interessante an der Geschichte, oder? Meine Tantiemeneinnahmen variieren natürlich von Monat zu Monat. Die ersten Wochen kann man mal außen vorlassen. Denn da kaufen ja die Familie und der gesamte Freundeskreis das Buch. Deswegen kommt da überdurchschnittlich viel rein. Ab der sechsten Woche liegt es dann am Marketing, wie viel da noch verkauft wird. Um es euch jetzt in Zahlen zu fassen: Ich verdiene monatlich an „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ im Schnitt € 70,-.

Reich werden mit Klasse?

Naja, reich werde ich damit nicht. Das habt ihr schon richtig erkannt. Aber ich bin ja mit dem Schreiben noch nicht fertig. In einem Jahr habe ich es geschafft, € 70,- pro Monat an Tantiemen zu verdienen. Mit nur einem Buch, das mir bis auf vereinzelte Werbeaktionen absolut keine Arbeit mehr macht. Amazon Bestseller bin ich damit nicht, das ist mir klar. Da ist natürlich schon noch Luft nach oben und somit jede Menge Potential. Aber wenn man bedenkt, dass ich erst dieses eine Buch am Start habe, finde ich es schon in Ordnung.

Von guten und bösen Tantiemen-Monaten

Das Buch ist nun seit fast einem Jahr im Verkauft. Ich möchte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass ich in einigen Monaten wesentlich weniger als die € 70,- eingenommen habe. Das ist ein Durchschnittswert von insgesamt 11 Monaten. Erst im Jänner und Februar hatte ich zum Beispiel eine ganz ordentliche Flaute. Die konnte ich abfangen, indem ich auf Amazon eine Werbeaktion für kindle-Leser gemacht habe, die das Buch drei Tage lang gratis downloaden konnten. Dadurch hat sich mein Verkauf danach auch wieder deutlich gebessert und liegt momentan über dem Durchschnitt. Es ist also ein Auf und Ab und auch sehr stark von meiner eigenen – nennen wir es mal – sozial medialen Präsenz abhängig.

Wie habe ich das Buch vermarktet

Amazon selbst gibt einem ja nicht weiß-Gott-wie-viele Möglichkeiten zur Vermarktung. Also habe ich mir Partner gesucht. Influencer aus dem bookstagram-Bereich und Lifestyle-Influencer, genauso wie Printmedien, die mein Buch rezensiert haben. Da die Handlung des Krimis gänzlich in meiner Heimatstadt Graz spielt, habe ich mir hier auch ein paar Meinungsmacher rausgesucht, denen ich das Buch zur Verfügung gestellt habe. Natürlich habe ich auch jede Menge Absagen kassiert. Deshalb muss man eben im Vorfeld schon recht großzügig sein, was die Kooperationsanfragen angeht. Lieber einen zu viel gefragt, als einen zu wenig. Das Marketing selbst hat mich dadurch wirklich kaum was gekostet. Ich habe nirgendwo inseriert, sondern die Rezensionen in den Medien gratis bekommen. Irrsinnig viele Influencer und Blogger haben für die Bewerbung gar nichts oder sehr wenig verlangt. Es waren in Summe wenige hundert Euro, die ich ausgegeben habe. Vor allem sehr teuren Lifestyle-Influencern habe ich abgesagt. Nicht so sehr, weil ich kein Budget dafür gehabt hätte, sondern weil die die Zielgruppe meines Erachtens nach nicht so gut erreichen wie wesentlich günstigere Buch-Blogger.

"Herbstmesse", das zweite Buche, das meine Tantiemeneinnahmen steigern soll.
So wird das Cover meines zweiten Romans, „Herbstmesse“ aussehen. Ich liebe es. Ob es sich gut verkauft, lasse ich euch dann gerne wissen.

Mit Tantiemen in die Zukunft

Ehrlich gesagt erwarte ich mir auch vom zweiten Buch noch nicht, dass ich mich fein zurücklehnen und dem Geld beim Fließen zuschauen kann. Ich muss mir ja erst mal einen Namen machen als Autorin und das ist sicher noch ein anständiger Weg. Was ich mir aber schon erhoffe, ist, dass „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ durch „Herbstmesse“, das ja quasi die Fortsetzung ist, noch einmal einen Verkaufspush bekommt. Das ist schon ein erklärtes Ziel und dafür habe ich auch schon so einige Dinge in die Wege geleitet.

Der große Vorteil vom Self Publishing

Wie ihr wisst, habe ich so ein bisschen ein Ding mit der Selbstbestimmung. Ich mag nicht so gerne, wenn jemand anders mir Vorschriften macht. Selbst, wenn derjenige vielleicht wirklich in seinen Bereichen mehr weiß und kann, muss ich die Dinge immer auf meine Art und Weise ausprobieren. Und dann vielleicht draufkommen, dass jemand anders das hätte besser machen können. Da kann ich nun mal nichts dagegen tun. Das ist eben meine Schwäche. Und der große Vorteil am self publishing ist eben genau das: Man arbeitet komplett selbstbestimmt. Und kann auch Dinge einfach neu machen, wenn man draufkommt, dass man da noch nicht das Optimale rausgeholt hat. Merkt euch also gut, wie das Cover von „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ aussieht. Denn das wird es in dieser Form nicht mehr lange geben. Die beiden Teile werden optisch aneinander angepasst. Achja, nicht dass ihr denkt, dass ihr die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen müsst. „Herbstmesse“ funktioniert auch, wenn ihr „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ noch nicht gelesen habt.

Wenn „Herbstmesse – Clara Linharts 2. Fall“ im Verkauf ist, informiere ich euch natürlich wieder. Und bei Zeiten dann auch, wie sich die Tantiemen entwickelt haben. Ich bin schon neugierig, wie ihr meinen Roman findet!

Tantiemen verdienen mit Schreiben
Natürlich ist es nicht jedermanns Traum, ein Buch zu schreiben. Und wenn es das nicht ist, dann gibt es bestimmt auch andere passive Einkommensquellen.

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