Corona Unternehmertum

Ein neues Business für Mutti

Muss man denn jedes Unternehmen immer mit Verbissenheit und Existenzängsten in die Welt schicken? Oder darf man auch einfach mit viel Leichtigkeit und Spaß an der Freude ein online Geschäft aufbauen, quasi als Lernplattform? Ich glaube, das darf man und tatsächlich hat mich niemand daran gehindert.

EDIT: Da der Beitrag auch viele Wochen später immer noch häufig gelesen wird und die Links geklickt werden, gebe ich hier schon eingangs bekannt, dass ich coronakarten.com wieder vom Netz genommen habe. Es wurde nicht so angenommen, wie ich mir gewünscht hätte und hat dann für die wenigen Karten, die Tag für Tag verkauft wurden, zu viel Arbeit gemacht. Ihr wisst schon, von wegen eigener Stundensatz und so weiter. Da bin ich weit unter meinem Wert gelegen und habe daher beschlossen, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Soviel vorab.

coronakarten.com – Was bist du eigentlich?

Ohne Business Plan, nein generell ohne Plan, einfach mal ein online Business gestartet. Das war es, was ich die letzten Tage getan habe. Und ihr so?

Wasser predigen, Wein trinken

Habe ich nicht im vorletzten Post noch beteuert, dass jetzt nicht die Zeit ist, überstürzte Online-Geschäfte aus dem Boden zu stampfen? Ja, habe ich. Und hier ist der Beweis. Folgt dem Link und lest es nach. Und dann, jetzt auf einmal eröffne ich diesen online Shop. Predige ich also Wasser, während ich selbst Wein trinke? Ja, scheint so. Aber nun erzähle ich euch erst einmal, wie es überhaupt dazu kam…

Das Produkt selbst soll Spaß und Freude bringen.

Gönn dir!

Es ist jetzt doch schon ein paar Wochen her, so 4 oder 5, als ein Kongress abgesagt wurde, auf den ich mich schon super gefreut hatte. Corona bedingt. Eine recht teure Fortbildung, wo ich mir jede Menge digitalen Scheiß reinziehen wollte. Digitales Marketing in all seinen Facetten. In diesem Jahr wird der Kongress auch nicht mehr nachgeholt werden. Also waren die Veranstalter so nett und haben mir mein Geld zurücküberwiesen. Passiert nicht, dieser Kongress. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass die Mankos, die ich auf diesem Gebiet noch habe, auch nicht bearbeitet werden können.

Get smart

Den Kongress hatte ich aber gebucht, weil ich ihn brauche. Ich merke immer wieder, dass ich auf gewissen Gebieten auf Defizite in meiner Kompetenz stoße. Dass mir Wissen und praktische Anwendung fehlt und die wollte ich mir dort um relativ viel Geld holen. Dass daraus nichts wird, hat auch zur Folge, dass aus meiner Weiterbildung nichts wird. Also habe ich hin- und herüberlegt, wie ich mir diese Kompetenzen selbst aneignen kann – in der Ausgangssperre.

Diese Flut an online Produkten

Dass ich aus den bestehenden Massen an online Kursangeboten gut von böse nicht mehr unterscheiden kann, habe ich euch ja auch in diesem Blogartikel gesagt. Wann immer ich auf Facebook schaue, bekomme ich ein neues Angebot vorgeschlagen. Ich kenne mich nicht aus. Und ich habe keine Lust, erst Unsummen für einen Kurs zu zahlen, um dann draufzukommen, dass er nicht meinem Wissenstand entspricht. Ich brauche halt keine Basics mehr, sondern muss da schon ordentlich in die Tiefe gehen. Deswegen kommt nicht jeder dahergelaufene Kursanbieter in Frage.

Bücher sind doch das Ding

Ja, Bücher wären hier eine tolle Alternative gewesen. Aber Amazon hat ja derzeit Lieferbeschränkungen. Und Bücher gehören nicht zu den lebensnotwendigen Produkten, die bevorzugt versendet werden. Die Fachbücher, die ich gebraucht hätte, sind nicht ganz einfach beim kleinen Buchhändler nebenan erhältlich (selbst wenn der in der Krise sogar liefern würde), der müsste sie selbst erst bestellen und dann haben wir da schon wieder die Lieferzeit. Zu allem Überfluss ist mein Kindle leer, also der Akku. Und das Ladegerät noch in der alten Wohnung. Somit sind die ganzen ebooks, die ich auch ganz gerne bestellt hätte und natürlich auch direkt hätte lesen können, ebenfalls weggefallen.

Last chance, einfach mal machen

Dann gibt es wohl nur noch eine Möglichkeit, hier anzusetzen und die lautet: Learning by Doing. So, und hier sind wir nun endlich bei coronakarten.com. Ich habe also den Entschluss gefasst, einfach einen Webshop zu bauen und mir so step-by-step alle notwendigen Kenntnisse anzueignen. Und das habe ich gemacht.

Simple Grafiken mit lustigen Texten und personalisierbar auf der Rückseite. Das sind die Coronakarten.

Warum genau Corona-Postkarten?

coronakarten.com hat mich durch eine Schule für zwei Dinge gehen lassen: Erstens die grafische Aufbereitung der Karten, die ich ja auch selbst mache und zweitens den Aufbau eines Webshops. Ersteres habe ich natürlich schon oft und viel gemacht, aber nie mit einem print-on-demand Partner und ohne Dropshipping-Hintergrund. Achja und natürlich hatte ich ganz generell noch nie einen B2C-Verkaufshintergrund bei Grafiken. So etwas habe ich immer nur für Kunden als Werbemittel unterschiedlichster Natur entworfen. Druckwerke haben den Vorteil, dass sie kostengünstig und on demand produziert werden können und dass sie leicht zu personalisieren sind. Außerdem konnte ich mich bei den Grafiken schön austoben und einfach mal probieren. Das mache ich ja generell ganz gerne.

Webshop für Dummies

Genau drei Tage hat es mich gekostest, den Webshop ins Netz zu schicken. An der einen oder anderen Stelle gab und gibt es natürlich immer noch Patzer, aber ich finde es nach wie vor erstaunlich, was man heutzutage so aus dem Nichts heraus im Netz zustande bringt, wenn man sich dahinterklemmt. Lektüre ist natürlich schon nötig, in dem Fall habe ich aber immer wieder unterschiedliche Blogs zu dem Thema konsultiert, bei dem ich gerade nicht weiterkam.

Von der Idee zum Verkauf in 4 Tagen

Also, nachdem ich die Idee hatte, habe ich mich abends hingesetzt und den ersten Schwung an Postkarten designt. Und damit war dann mein Schicksal auch schon besiegelt. Denn wenn ich mal anfange, bin ich nicht mehr zu halten. Und am nächsten Tag habe ich begonnen, den Webshop aufzusetzen. Das wiederum dauerte die besagten drei Tage. Also, insgesamt von Null auf online Verkauf in vier Tagen. Cool, oder?

Kosten-Nutzen-Rechnung

Ganz konkret hat mich der Webshop mit dem Plug-in für multiple Lieferadressen € 350,- gekostet. Da bin ich immer noch weit, weit unter dem Preis des Kongresses, den ich besuchen wollte. Gelernt habe ich mit Sicherheit mehr, allerdings nicht auf so vielen unterschiedlichen Gebieten. Aber da dieses Projekt noch nicht zu Ende ist und ich neue digitale Marketing-Instrumente einsetzen will, werde ich da sicher noch einiges aufholen.

Die Karten werden in Graz produziert und mit der Österreichischen Post AG verschickt.

Kurzfristig, kurzzeitig und kurzweilig, das ist coronakarten.com

Warum genau Postkarten mit Quarantäne-Fun-Motiven habe ich schon erklärt, aber warum habe ich überhaupt so ein Produkt gewählt, dass nicht allzu lange Relevanz am Markt haben wird? Denn bei coronakarten.com ist doch die Ablauffrist schon absehbar. Aber genau das hat da den Reiz ausgemacht. Denn das hat mich dazu gezwungen, mich in allerkürzester Zeit in den Aufbau eines Webshops einzuarbeiten. coronakarten.com musste so schnell online gehen, sonst hätte ich das ganze Projekt wieder einstampfen müssen. Und jedes andere, langfristige Projekt hätte mir einen viel zu großen Spielraum gegeben. Und naja, hätte ich so massenhaft Ideen für neue Produkte, wären die ja alle längst am Markt.

You could do better

Natürlich würde ein Launch zu einer anderen Zeit mit anderen Produkten (die ja wieder nur durch die aktuelle Situation bedingt wurden) ganz anders aussehen. Da würde man erst mal monatelange Marktforschung betreiben, dann würde man sich im Vorfeld einen Businessplan zurecht legen und mit dem zusammen gleich eine Marketingstrategie. Das habe ich alles übersprungen in diesem Fall. Denn wenn diese Vorbereitungen Monate in Anspruch nehmen, und das tun sie in der Regel, ist dieses Produkt obsolet. Und im Moment habe ich auch wirklich nicht die Lust und Laune, ein high-scale Produkt auf den Markt zu bringen. Um mir die gewünschten Kenntnisse anzueignen, musste das Produkt simple und die Vermarktung genauso einfach sein. Und coronakarten.com erfüllt diese beide Kriterien perfekt.

Warum gleich ein echter Shop?

Das ist einfach erklärt, weil man nur in einer live Version sieht, was funktioniert und was nicht. Wenn man nur im Testmode arbeitet, geht man doch nie alles bis ins Detail durch. Das ist logisch. Und ich kenne mich selbst nur allzu gut. Dann denke ich mir: „Das schaue ich mir dann an, wenn ich es mal wirklich brauche,“ und schon lege ich das Problem ad acta. Wenn aber dahinter das Gefühl steht, dass der Kunde Komplikationen bei der Bestellung hat oder sich vielleicht beschwert, dann geht man da schon mit ein wenig mehr Ernsthaftigkeit an die Sache, meint ihr nicht?

Außerdem werden die Karten ja auch tatsächlich verkauft und gekauft. Und jede einzelne verkaufte Karte bringt mir einen Deckungsbeitrag für die Kosten des Webshops.

Learnings

Noch ist es zu früh, um meine Learnings auf diesem Gebiet mit euch zu teilen. Das werde ich aber bald tun, denn wir gesagt, wird der Shop in dieser Form nicht allzu lange bestehen bleiben. Und spätestens wenn die Ausgangssperren im deutschsprachigen Raum vorbei sind, kann man dann mal Bilanz ziehen. Was habe ich gelernt, wo besteht noch Aufholbedarf, was habe ich verkauft, über welche Medien etc. Was werde ich beim nächsten Mal anders machen und was ist gut gelaufen. Aber wie gesagt, selbst was den Webshop selbst angeht, kann ich dazu noch keine Auskunft geben, weil ich immer wieder Änderungen darauf vornehme.

Langfristige Projekte

Ich habe ja geschrieben – auch in dem Blogpost, den ich jetzt schon zum dritten Mal hier verlinke – dass ich mich gerne meinen langfristigen Projekten widmen will. Und das ist auch nach wie vor so. Das Problem ist nur, dass das Ansichtsexemplar meines zweiten Krimis, den ich ja jetzt gerne veröffentlicht hätte, einfach nie bei mir angekommen ist. Keine Ahnung, wohin das verschwunden ist. Ich bin schon auf der Suche danach, aber bislang ohne Erfolg. Vor zwei Wochen habe ich das Exemplar schon angefordert! Somit bin ich bei diesem Projekt einfach nicht weitergekommen. Das ist einer der Gründe, warum ich mich diesem Webshop gewidmet habe anstatt mich an meine eigene Zielsetzung zu halten.

Ich bin nicht gerade für meine Geduld bekannt. Und ja, das Warten auf meinen Roman hat sicher dazu beigetragen, dass ich mich mit diesem Webshop beschäftigt habe.

Was will die jetzt, üben oder verkaufen?

Beides natürlich. Ich freue mich über jede einzelne verkaufte Karte. Ist ja eh logisch, oder? Auch wenn das nicht der primäre Hintergrund des Webshops ist, ist er von seiner Bestimmung her eine Verkaufsplattform. Und jede abgeschlossene Bestellung zeigt mir auch, dass das System dahinter läuft. Bei abgebrochenen Orders wiederum sehe ich, was nicht so gut funktioniert. Also, ja klar will ich darauf verkaufen. Deswegen bekommt ihr hier von mir auch den Rabattcode 2years für 20% auf euren Einkauf auf www.coronakarten.com.

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