Allgemein Corona Vorsorge

Das Ende von 2-years.com?

Was ist gerade los mit der Welt? Ein Virus verändert alles! Nichts ist mehr so wie noch vor wenigen Wochen! Covid-19, oder Corona, reißt alles völlig aus den Fugen. Auch meine Pläne? Naja, vielleicht sollte mein Ziel für die nächsten zwei Jahre nicht länger meine finanzielle Unabhängigkeit sein. Vielleicht sollte ich eher darauf hoffen, nicht Privatkonkurs anmelden zu müssen. Aber das will ich nicht! Und ich habe gute Gründe, trotz der widrigen Umstände weiterhin an meiner finanziellen Freiheit zu arbeiten.

Wie das Corona-Virus meine Pläne, finanziell unabhängig zu werden, zunichte macht

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Wenn ein Sprichwort Hand und Fuß hat, dann dieses, oder? Denn wer hätte vor einigen (wenigen) Wochen noch damit gerechnet, dass unsere Welt, wie wir sie kennen, einfach mal stillstehen wird? Ich nicht. Selbst als das Corona-Virus schon in China ausgebrochen war und die Schreckensmeldungen zu uns kamen, dachte ich, das würde uns nicht betreffen. Wer war noch so kurzsichtig, nicht zu erkennen, dass es in dieser globalen Welt keine nationalen Probleme mehr gibt? Es gibt wohl nur noch globale Themen. Aber egal. Auch wenn ich die Ausmaße erahnt hätte, hätte ich nicht wirklich etwas dagegen tun können. Ich habe hin und her überlegt, was im Vorfeld schlau gewesen wäre. Komme aber tatsächlich auf keinerlei Handlungen, die meine derzeitige Situation maßgeblich verbessern würden.

Die Welt ist ein Dorf! Durch die Globalisierung scheint es keine lokalen Probleme mehr zu geben. Corona hat uns gezeigt, dass wir umdenken müssen.

Was wirklich zählt

Seien wir mal ehrlich: Welchen Stellenwert in meiner Prioritätenliste hat denn diese Reise in die finanzielle Unabhängigkeit jetzt noch? Einen hohen! Nach wie vor! Gesundheit, Solidarität und Familie sind Schlagwörter, die jetzt in aller Munde sind. Aber waren diese Themen nicht immer schon wichtig? Warum musste ein Virus uns da die Augen öffnen? Und jetzt verrate ich euch was: Bei 2-years.com geht es genau darum. Ich habe in einem älteren Blogpost ja schon einmal geschrieben, dass 2-years.com eigentlich ein Lifestyle-Blog ist, kein Finanzblog. Mein Ziel, finanziell frei zu werden, bedeutet für mich genau die eine Sache, die uns durch die momentane Situation abhanden kommt: Selbstbestimmung! Herr über das eigene Leben zu sein. Dabei ist es nie um fette Sportscars oder Poser-Fotos auf Yachten gegangen. Das habe ich euch auch hier schon mal erzählt. Es geht darum, seine Zeit so verbringen zu können, wie man möchte. In meinem Fall eben mit der Familie. Es geht darum, dass man mit seinem Geld sinnvolle Dinge anstellen kann, dass man helfen und spenden kann. Dass die eigene Gesundheit und die unserer Liebsten oberste Priorität hat. Ich habe euch jeweils die Posts verlinkt, in denen ich zu diesen Themen schon Überlegungen angestellt habe.

Familienzeit ist jetzt! Aber auch morgen, übermorgen oder nächstes Jahr, wenn diese Krise ausgestanden ist. Deswegen stehe ich weiterhin hinter 2-years.com

Null Aufträge. Niente. Zero. Nada

Alles schön und gut, meine Ziele sind nach wie vor klar. Aber wie zum Teufel soll ich die jetzt erreichen, wo ich nicht einen einzigen Auftrag habe? Und somit natürlich auch kein Einkommen? Keine Kunden, keine Arbeit, keine Kohle. Keine Ahnung! Ich habe immer noch dieselben Ziele, die habe ich weder aufgegeben, noch gekürzt, noch angepasst. Die hat mir das Corona-Virus nicht genommen. Aber eines ist neu: Ich habe (noch) kaum konkrete Maßnahmen oder Pläne, wie ich diese Ziele erreichen kann.

Langfristig planen

Das ist jetzt gerade das Ding, auf das ich mich stürze: die langfristige Planung. Und vielleicht ist das ja auch kein Fluch, sondern ein Segen. Denn ich verzettel mich immer wieder gern in den kleinen Aufgaben des Alltages, in mini-Aufträgen, die zwar schnell Geld reinbringen, aber langfristig kein dauerhaftes passives Einkommen. Das kann mir momentan einfach nicht passieren! Es gibt diese kleinen Zeiträuber einfach nicht mehr. Gut, Geld gibt es dafür natürlich auch keines mehr, aber stellen wir diesen kleinen negativen Side-Effekt mal hinten an. Wisst ihr noch, ich habe doch schon bei meinen Zielen für dieses Jahr geschrieben, dass ich meine Arbeitsprioritäten neu sortieren und endlich den langfristigen Projekten ihre gebührende Aufmerksamkeit schenken will. Nun, zumindest da bin ich schon mal gut dabei.

Vorgesorgt

Ich bin ja eigentlich gar nicht so der Sicherheitstyp. Ich gehe ganz gern Risiken ein und bin nicht unbedingt schnell beeindruckt von den Sorgen der breiten Masse. Allerdings war 2-years.com immer ein Projekt, das eine ganz konkrete strategische Überlegung dahinter stehen hatte. Mit einem Maßnahmenkatalog und ganz vielen logischen Schlussfolgerungen. Und da ist tatsächlich das Thema „Vorsorge“ in unterschiedlichsten Facetten behandelt worden. Nicht aus Angst, sondern weil es nun mal dazugehört. Aber jetzt komme ich hier zum Punkt: Mein Notgroschen wird mich über die Situation drübertragen können. Zumindest auf ein dreivierteltes Jahr. Geldfresser wie Urlaube oder Auswärtsessen sind momentan eh nicht drin. Dadurch schrauben wir unsere Lebenserhaltungskosten schon ordentlich hinunter. Das erleichtert die finanziell angespannte Situation auch ungemein.

Mein Depot

Eine der rationalen Überlegungen, warum mein Notgroschen so groß ist, war die, dass ich unter keinen Umständen gezwungen sein will, mein Depot aufzulösen. Ihr wisst ja, wer in der Krise verkauft, nimmt den Verlust voll mit. Das wollte ich auf keinen Fall riskieren. Daher musste mein Polster so groß sein, dass ich eben auf eine längere Dauer gänzlich ohne Einkommen auskomme. Und momentan zu verkaufen, wäre echt der Supergau: Insgesamt stehe ich bei minus 17%, wobei einige meiner Aktien sogar mehr als 20% Minus verzeichnen. Also, die bleiben mal fix unangetastet. Übrigens habe ich im kleinen Rahmen sogar nachgekauft. Nix Großartiges, aber ich hatte im Februar ja Geburtstag und Geldgeschenke sind dann in den Wertpapiermarkt gewandert.

Ähm, und was ist jetzt mit der langfristigen Planung?

Ach, dazu wollte ich euch doch noch etwas erzählen. Nämlich, was genau ich mit „langfristigen Projekten“ überhaupt meine. Mein zweites Buch wird in den nächsten Wochen erscheinen! Juhu! Ich habe es ja schon etwas länger fertig und bei Verlagen eingereicht. Aber erstens weiß ich nicht, ob die momentan überhaupt arbeiten und zweitens denke ich, dass die Zeit für Bücher gerade jetzt ist. Also kommt es wieder im Self-Publishing raus. Ich freue mich so wahnsinnig, weil ich glaube, dass es wirklich gut geworden ist. Es ist wieder ein Krimi mit dem Titel „Herbstmesse – Clara Linharts 2. Fall“. Ich veranstalte jetzt einmal ein pre-reading für einige Influencer und ein paar Medien. Den offiziellen Verkaufsstart werde ich dann bestimmt über alle mir zur Verfügung stehenden Kanäle kommunizieren. Ach übrigens: Den ersten Teil – „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – wird es vom 28. – 31. März 2020 als gratis Kindle E-Book geben. Ich habe auf Amazon gestern die Werbeaktion bestätigt. Denn momentan sollte jeder was zu lesen haben.

Anlegerwohnungen

Da hätten wir schon den nächsten Bereich, in den mir dieses Virus so richtig reingehauen hat. Den Kauf der Anlegerwohnung haben wir verschoben. Erstens trauen wir uns momentan nicht, das Kapital zu binden. Das gebe ich ehrlich zu. Wer weiß, wie lange es noch dauert, bis wieder Normalität herrscht und eventuell brauchen wir unseren Eigenkapitalanteil ja zum Leben. Zweitens wäre es auch logistisch nicht möglich gewesen. Mit der Bank und unserem Anwalt ist schon alles unter Dach und Fach, aber wie sollten wir denn jetzt eine Übergabe machen oder wie könnten wir vermieten? Außerdem kann die Eigentümerin selbst nicht umziehen, denn ihr geplantes Domizil war bei ihrer Tochter samt Familie. Und das geht jetzt natürlich auch nicht. Somit sind wir hier auf Stand-by, zumindest bis zum Ende der Ausgangssperren. Denn ganz abgeblasen habe ich den Kauf noch nicht.

Eigentum verkaufen

Yipiiiiiieeee, wir wohnen schon im neuen Haus! Es herrscht das absolute Chaos, aber wir haben es tatsächlich noch vor den Einschränkungen geschafft, zu siedeln. Weit weg von perfekt und fertig, da uns Möbel, Baustoffe etc. noch fehlen. Aber das macht nix. Wir haben ja die Zeit, alles langsam einzurichten und was wir jetzt nicht fertig haben, machen wir irgendwann. Wohnen kann man. Die Küche ist funktionsfähig, die Waschmaschine auch und einen Esstisch sowie Betten und Schränke haben wir aufgestellt. Und wir haben einen riesigen Garten mit einem eigenen Zugang in den Wald! Und das ist momentan wirklich wesentlich wichtiger als der neue Waschtisch im Bad oder mein Büro.

Wer hätte gedacht, dass der Garten und der angrenzende Walt bald die allerwichtigsten Assets des neuen Hauses sein werden?

Soweit also alles gut im neuen Heim. Wir sind glücklich hier und genießen das Privileg, trotz Stay-Home-Aufforderung nach draußen gehen zu können. Eine Sache läuft allerdings nicht ganz rund: Unsere Eigentumswohnung werden wir wohl so schnell nicht verkaufen können. Das ist neben meiner Arbeitslosigkeit und dem vertagten Anlegerwohnungskauf der nächste Bereich, den uns das Virus ganz ordentlich durchschüttelt. Nicht dass ihr jetzt denkt, dass es mir hier um den Gewinn ginge. Ich habe ja immer geschrieben, dass wir den Erlös in kleinere Anlegerwohnungen stecken wollen. Aber das ist natürlich in einer Situation wie dieser zweitrangig. Das Problem ist viel mehr, dass darauf noch ein Kredit läuft, den wir, solange wir nicht verkaufen, zusätzlich zur Miete abbezahlen müssen. Und so eine Doppelbelastung zu Corona-Zeiten ist halt nicht gerade unsere Wunschvorstellung gewesen. Es wird sich eine gewisse Zeit lang ausgehen, aber dauerhaft ist das natürlich keine Lösung. Mein Mann und ich rechnen ganz, ganz fleißig und werden auch dieses Baby schaukeln.

Solidarität, Leute!

Gerne teile ich hier meine Erfahrungen mit euch. Das ist ja der Sinn des Blogs. Was gut läuft und was nicht. Und mit diesem Virus läuft nun mal momentan so einiges nicht rund. ABER: Eine Sache will ich betonen: Ich und meine Familie sind ganz bestimmt nicht am stärksten betroffen. Dass ich vielleicht meine Ziele im großen 10-Jahres-Plan verfehle, ist doof. Mehr aber nicht. Es ist doof. Punkt. Es gibt aber Menschen da draußen, die dieses Virus jetzt schon gänzlich aus der Bahn geworfen hat! Gesundheitlich. Finanziell. Psychisch. Und gerade in Zeiten wie diesen ist sich bitte nicht jeder selbst der nächste. Kleine Unternehmen werden ums Überleben kämpfen müssen, Leute werden auf Kurzarbeit geschickt oder gar gekündigt. Alte Menschen vereinsamen zu Hause. Die häusliche Gewalt wird steigen, wenn Familien auf engsten Raum zusammengezwungen werden. Das sind Probleme. Nicht mein Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Deswegen bleibt bitte wachsam! Schaut, wo ihr vielleicht helfen könnt. Und passt auf euch selbst auf! Denn nur wenn ihr gesund und fit seid, könnt ihr anderen eine Stütze sein. So will ich die nächste Zeit auch verbringen: Aufmerksam für die wahren Probleme und besonders einfühlsam und nachsichtig mit der eigenen Familie!

Schaut auf euch selbst, aber auch auf andere. Wenn ihr gesund seid, könnt ihr helfen. Wenn ihr selbst was habt, könnt ihr geben. Und tut das bitte auch – gerade in Zeiten wie diesen!

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