Allgemein

We nailed it!

Ich habe ja in den vorangegangenen Beiträgen das eine oder andere Mal erwähnt, dass es in puncto Haus auf Miete nicht so schlecht für uns aussieht. Und was soll ich sagen? Es ist soweit! Die Familie Ullrich siedelt in ein neues Haus. Das wirklich Tolle daran? Mit einem Schlag sind so gleich mehrere Punkte auf meiner 2020-er Zieleliste abgehakt und für noch weitere ist der Weg nun geebnet.

Wie schnell das doch alles ging

Wie es halt oft so ist, ist im Nachhinein alles ja eh total schnell gegangen. Und so schlimm war es ja gar nicht. Und nun können wir in einem Monat schon siedeln. Und wer hätte das gedacht? Vergessen ist, dass wir dazwischen schon ganz schön traurig dagesessen sind und an uns gezweifelt haben und unsicher waren, ob wir nicht zu anspruchsvoll und zu stur und zu wenig kompromissbereit sind. Denn jetzt ist natürlich alles Friede, Freude, Siedlungsboxen.

Auf zu neuen Ufern

Gut, Menschen siedeln, Menschen ziehen um, Menschen ändern ihren Wohnort. Warum mache ich da eigentlich so ein Theater drum? Nun ja, in unserem Fall hängt nämlich ein ziemlicher Tross an Veränderungen dran. Es wird sich nämlich auch nach außen nicht nur die Anschrift ändern. Und ganz viel davon hat wirklich maßgeblich mit meinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu tun.

Endlich ein Büro

Viel länger geht es für mich ohne eigenes Büro nicht mehr. Das kann ich so sagen. Die Aufträge werden kontinuierlich mehr, der Umsatz steigt, meine Tätigkeiten werden komplexer. Und all das von unserem Küchentisch aus. Das muss nun ein Ende nehmen. Während ich hier diesen Blogpost für euch verfasse, spielt mein Sohn direkt daneben mit der Oma. Das geht natürlich schon – mit Ohropax. Viel geht, wenn es gehen muss. Aber wenn es nun endlich nicht mehr gehen muss und ich nicht tagein/tagaus mein gesamtes Equipment dreimal her- und wegräumen muss, geht es bestimmt wesentlich leichter. Und dann geht bestimmt auch mehr.

Ich habe in den letzten Monaten schon mit den Gedanken gespielt, mich in einem Co-Working-Space einzumieten. Aber ich hatte immer die Hoffnung, dass wir dieses Haus bald finden, in dem ich meinen Arbeitsplatz unterbringe. Und ich genieße das Privileg, von zu Hause arbeiten zu können, wirklich sehr. Darauf zu verzichten und zusätzlich noch Geld für die Miete ausgeben zu müssen, hätte mich ganz schön angekotzt.

Adieu Eigentumswohnung

Versteht mich bitte nicht falsch, unsere Wohnung ist ganz toll. Und wir haben wirklich gerne und glücklich darin gelebt und tun es auch noch. Sie war auch preislich total ok. Aber ganz unabhängig davon, dass sie mittlerweile aus allen Nähten platzt, hat sie auch noch den Nachteil, dass sie unser Kapital gebunden hat. Und das Geld soll doch bitte für uns arbeiten. Daher werden wir sie verkaufen. Und eine andere (kleinere) Familie (mit weniger Spielzeug) wird in Zukunft darin bestimmt genauso glücklich sein, wie wir es waren.

Warum nicht vermieten, was wir schon haben?

Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum wir unsere Bestandsimmobilie nicht einfach vermieten. Gerade, wo ich doch ständig jammere, dass es so schwierig ist, rentable Immobilien zu finden. Wir haben das auch lang und breit diskutiert. Die Gründe sind folgende:

  1. Das Risiko ist nicht gestreut. Wenn wir zwei oder drei kleine Wohnungen für das Geld kaufen, haben wir eine bessere Streuung des Risikos. Schon klar, die drei Wohnungen müssen wir erst finden, gegebenenfalls sanieren und vermieten. Dafür bricht es uns dann nicht das Genick, wenn eine einmal auf zwei Monate leersteht.
  2. Das Haus hat nur drei Parteien. Wir suchen explizit Wohnungen in Häusern mit mindestens 6, besser noch über 10 Parteien. Instandhaltungskosten werden dann auf mehrere Personen aufgeteilt und treffen uns nicht so hart.
  3. Auch wenn wir Gösting für einen aufstrebenden Bezirk halten, ist es schwieriger, Mieter für eine Immobilie dieser Größe zu finden. Die Wohnung hat eine atemberaubend schöne Aussicht über Graz, zwei große Terrassen und einen netten Garten, aber sie ist vom Preis her schon fast gleich hoch wie das Haus, das wir mieten. Sie fällt in ein Luxussegment, das sich nicht jeder leisten möchte. Das erhöht das Leerstandsrisiko.
  4. Bei kleineren Objekten kann in der Regel ein höherer Quadratmeterpreis erzielt werden.
Beim Ausblick von unserer Terrasse bleibt Gästen oft der Atem weg. Dass einem eine schöne Aussicht aber nicht so viel Nutzen bringt wie ein anständiger Garten, bedenkt kaum jemand.

Und was nun?

Erstmals siedeln wir wie alle anderen auch. Das wird ein wahnsinniger Aufwand wie das nun mal so ist. Noch sind alle ganz euphorisch, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass zum Schluss meist alle weinen. Gott sei Dank halten sich die Ausgaben einigermaßen im Rahmen. Es ist beim Haus selbst nicht viel zu tun. Für die Instandhaltung sind die Vermieter zuständig. Die Hardware steht tipp topp da. Das wurde alles auf Herz und Nieren geprüft. Wir kaufen ein paar neue Möbel – hauptsächlich für die Kinder – und werden eine neue Küche brauchen. Mein Mann und ich machen dafür ein Budget, das sich aus einem Teil des Erlöses der alten Wohnung speist. So weit sind wir aber noch gar nicht gekommen, weil es nun so plötzlich ging. Das steht in den nächsten Tagen mal an. Auf Luxus bei der Einrichtung wird verzichtet, da uns das nicht wichtig ist.

Genau in dem Stil wird mir Ikea meine Küche bauen. Wir brauchen sie zwar ein wenig größer, aber meine Fronten, Geräte und die Arbeitsplatte habe ich schon ausgesucht.

Dazu kommt, dass wir unsere jetzige Wohnung natürlich für den Verkauf vorbereiten. Ziel: Veräußerung noch im ersten Halbjahr 2020. Und ab sofort ist auch schon ein Besichtigungsmarathon angesagt. Nicht für potentielle Käufer unserer Wohnung, sondern von Kleinwohnungen, die wir als Anleger kaufen wollen. Denn wie gesagt: Es ist nicht ganz einfach, lukrative Immobilien zu finden. Und da müssen wir uns ganz schön ranhalten.

Ach übrigens: Meine Büro-Einrichtung habe ich schon gekauft, bevor wir noch den Mietvertrag unterschrieben haben. Ich war also echt zuversichtlich, dass es diesmal klappen wird. Und gut war’s.

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