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Rückblick 2019 – Was ein Jahr so hergeben kann

2019 war echt der Hammer

Für mich persönlich ist es fast unfassbar, was 2019 alles passiert ist. Oder sagen wir es anders, denn „passiert“ klingt so nach Zufall und mit Zufall hat das Ganze eigentlich recht wenig zu tun gehabt. Ich will euch hier mal einen kleinen Einblick geben in all die Dinge, die gut liefen und in all die Herausforderungen, die ich noch nicht gemeistert habe.

2019 war eines der aufregendsten Jahre meines Lebens! Und ich bin immerhin schon 37 und hab einiges erlebt.

Aller Anfang ist schwer

Ich habe euch ja erzählt, dass alles schon mit dem Ende 2018 begonnen hat. Da hat mir meine Bankbetreuerin offenbart, dass es keinerlei Zinsen für mein Erspartes gäbe. Nun, man mag jetzt meinen, diese Information hat nicht unbedingt wahnsinnig viel mit meinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu tun, aber es war tatsächlich diese Aussage, die den Stein ins Rollen gebracht hat. Denn auf dieses Gespräch hin habe ich begonnen, mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen. Erst habe ich ein wenig herumgeklickt zum Thema „Zinsen“ und „Rendite“. In weiterer Folge bin ich dann auf Madame Moneypenny gestoßen. Wer kennt sie? Oder wer kennt sie noch nicht? Dann mal ran! Sie hat mir in vielerlei Hinsicht wirklich die Augen geöffnet.

Ich bin immer tiefer in die Materie eingetaucht, habe Bücher gelesen (Madame Moneypenny empfiehlt übrigens ein paar richtig gute auf Ihrer Seite). Eine eigene Leseliste von mir wird auch mal hier am Blog erscheinen. So habe ich mich von Jänner bis Ende März einmal mit Grundsatzfragen beschäftigt. Die da waren:

  • Möchte ich weiterhin meinem Angestelltenjob nachgehen, wo ich selbst bei guter Bezahlung im Hamsterrad gefangen bin?
  • Ich bin Mutter und das mit viel Leidenschaft. Die Teilzeitfalle trifft genau mich. Werde ich von meiner Pension leben können?
  • Will ich nicht lieber all mein Potential ausschöpfen? Das liegt doch wahrlich im Schreiben und Texten.
  • Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich meinen Angestelltenjob an den Nagel hänge?

Das hat 2019 eingeschlagen wie eine Bombe

Es gab nicht nur viele Veränderungen in meinem Leben, sondern ich habe sehr viele Ziele weit übertroffen. Das liegt aber zum Teil auch daran, dass ich noch gar nicht so richtig mit dem Thema „Zielsetzung“ vertraut war. Und natürlich, wer seine Ziele zu niedrig setzt, der tut sich leicht dabei, sie zu überschießen. Heute, wenige Monate später, arbeite ich nach dem Motto: „Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars.“ Aber zu meinen Zielen für 2020 kommen wir ein anderes Mal.

Sollte ich es nicht bis ganz nach oben schaffen, komme ich doch deutlich höher, wenn ich weit rauf ziele. Shoot for the moon!

Einnahmen aus der wortspielerei

Eine Punktlandung habe ich sicher mit meinem Weg in die Selbstständigkeit hingelegt. Die „Wortspielerei“ – mein Ein-Frau-Unternehmen – hat sich binnen Wochen enorm entwickelt. Ich konnte ganz liebe, treue Kunden gewinnen mit tollen Projekten. Manche für einmalige Texte, manche für eine andauernde Kooperation und wieder andere so groß, dass ich monatelang fleißigst beschäftigt bin. Die Wortspielerei ist wirklich mein Baby und ich hege und pflege sie. Ich bin viel draußen in der Akquise und habe auch für 2020 große Pläne. Mein Stundensatz hat sich gegenüber meiner früheren Position verdoppelt.

Mein Vermögen

Nein, ich bin noch nicht finanziell unabhängig. Nicht nach meinen eigenen und auch nicht nach den gängigen Definitionen. Aber ich konnte doch so einiges hier auf Schiene bringen. Ich habe im April bereits begonnen, in ETFs zu investieren. Sparplanmäßig. Und zwar einen für meine damaligen Verhältnisse nicht zu kleinen Betrag. Mittlerweile bin ich bei einer monatlichen Sparrate von € 250,- angekommen. Die will ich aber noch erhöhen und einen weiteren ETF dazunehmen.

Ich habe euch doch auch von den rund € 11.000 erzählt, die ich aus dem Bausparvertrag herausbekommen habe, oder? Ihr wisst, die Summe, für die ich ohnehin nirgendwo Zinsen bekommen würde. Nun, den Betrag habe ich nicht für Konsumgüter ausgegeben. Der liegt brav am Tagesgeldkonto. Und mittlerweile hat er sich mehr als verdoppelt. Das Geld möchte investiert werden. Mir ist es gelungen, nun Monat für Monat mindestens 10% (oft weit mehr) meines Einkommens zu sparen – zusätzlich zu meinen ETFs – um es ehestmöglich für mich arbeiten zu lassen.

Meine Work-Life-Balance

Ich persönlich mag diesen Begriff ja gar nicht so gerne, muss ich zugeben. Work = Life. Wie soll das denn sonst funktionieren, wenn die Arbeit kein Teil des Lebens ist? Worauf ich aber hinaus will: Ich wollte nicht länger fremdbestimmt sein, was die Arbeit angeht. Den Stress, früh morgens schon mein Kind in den Kindergarten zu hetzen und dann am Nachmittag fast jedesmal einen Autounfall zu verursachen aus der Hektik heraus, den Junior nicht rechtzeitig vom Kindergarten abholen zu können, wollte ich mir nicht länger antun. Und dabei will ich betonen, dass ich einen wahnsinnig coolen Vorgesetzten hatte und beste Kollegen, die für all meine Familienangelegenheiten Verständnis hatten. Aber ich war an Arbeitszeiten gebunden, an Bürozeiten. Und das alleine hat zu einer gewissen Unruhe geführt. Mittlerweile arbeite ich wohl mehr als in meinem Marketingjob davor. ABER: Ich arbeite wann und wo ich will. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für einen Unterschied das macht! Plötzlich kann ich mehr arbeiten UND mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Obwohl jeder Tag nach wie vor nur 24 Stunden hat. Zusätzlich habe ich ein Stunde am Tag gewonnen, die früher für den Arbeitsweg draufgegangen ist. Und diese eine Stunde gehört dem Sport. Seit ich selbstständig bin, bin ich fitter denn je, weil ich an fünf Tagen die Woche Sport treibe. Daher gibt es für den trendigen und doch abgeklatschten Begriff der „Work-Life-Balance“ ein CHECK!

Ein Haus für uns als familie

Ich will ja jetzt nichts vorwegnehmen, denn wenn alles gut geht, verdient das natürlich einen eigenen Blog-Beitrag. Aber die Chancen, dass wir als Familie nun noch in diesem Jahr einen Mietvertrag unterschreiben, stehen super gut. Damit bin ich wieder ein ganzes Stück weiter in Richtung finanzielle Unabhängigkeit gerückt. Warum wir unsere Eigentumswohnung verkaufen wollen und ein Haus zur Miete suchen, könnt ihr hier gerne nochmals nachlesen.

MEINE ERSTEN PASSIVEN EINNAHMEN

Ja, es ist mir gelungen, mein erstes Produkt auf den Markt zu bekommen, das ein passives Einkommen für mich generiert. Ich habe im Frühjahr meinen Krimi „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ auf Amazon verlegt und er verkauft sich gut. Jetzt will ich das Ganze aber nicht so abtun, als wäre das reines Kalkül und kaufmännische Planung gewesen. Damit hatte es nämlich in Wirklichkeit so gar nichts zu tun. Denn ehrlich: Sein erstes eigenes Buch zu veröffentlichen, ist schon was! Es war und ist für mich wirklich emotional, wenn Menschen meinen Roman lesen und ihn auf Amazon bewerten oder mir persönliches Feedback geben. Ihr seht, es geht dabei um ganz andere Dinge als darum, was finanziell dabei rausspringt. Ich bin sehr sehr stolz auf dieses Werk und freue mich, dass es so viel Resonanz in den Medien hervorgerufen hat und sich auch dementsprechend verkauft! Die Tantiemen sind eigentlich zweitrangig. Mir geht es darum, als Autorin Fuß zu fassen. Der Roman ist so richtig Österreichisch mit ganz viel Graz in der Story. 2020 wird die Fortsetzung in den Verkauf gehen und ich persönlich finde den zweiten Teil noch besser als den Ersten. Aber das kann und soll jeder für sich selbst beurteilen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mein erstes Baby: Mit dem Cover bin ich nicht ganz zufrieden, aber mit der Story schon.

neue alte Freunde

Meine Selbstständigkeit hat noch etwas Anderes mit sich gebracht, an das im Vorfeld niemand gedacht hätte: Ich habe jede Menge alte Bekannte und Freunde wieder getroffen. In vielen Fällen hat es sich im Zuge der Akquise ergeben, wieder andere haben von meinem Roman erfahren und sich gemeldet. Mein Freundeskreis ist in den letzten Monaten enorm angewachsen, teils bedingt durch neue Kontakte, teils aber auch einfach durch längst bestehende Freundschaften, die einfach wieder gepflegt werden mussten. Unter ihnen wirklich inspirierende Menschen, die Unglaubliches leisten und es selbst vielleicht nicht einmal wissen. Persönlichkeiten mit richtig viel Unternehmergeist.

Und noch etwas ist heuer passiert, das ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte: Eine Menge mir noch fremder Menschen hat mir unter die Arme gegriffen. Einfach so, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Gerade meinen Einstieg in die Belletristik haben so viele Menschen unterstützt. Influencer haben gratis Rezensionen für mich geschrieben. Haben Bilder von meinem Buch online gestellt und ihrer Community mitgeteilt, wie toll sie meinen Roman finden. Die lokalen Zeitungen haben Berichte über meinen Krimi gebracht. Solchen Zuspruch hätte ich nie für möglich gehalten. Das hat mich direkt umgehauen!

2-years.com

Also, dieser Blog hat mir über die wenigen Monate, die ich ihn nun betreibe, schon so richtig viel Spaß bereitet. Und ich freue mich echt jeden Tag aufs Neue, wenn ich in der Statistik sehe, dass ganz schön viele Leute darin lesen! Und ja, ich schaue wirklich jeden einzelnen Tag rein, was gerade so abgeht. Einfach, weil er mir zu einem sehr wichtigen Bestandteil meiner Arbeit geworden ist. Ich hoffe auch, dass ihr von meinen Erfahrungen profitieren könnt und vielleicht den einen oder anderen Denkanstoß bekommt.

Nicht alles war ein Erfolg

Auch wenn 2019 unterm Strich ein Hammerjahr war, gab es doch ein paar Vorhaben, an denen ich gescheitert bin. Dafür will ich jetzt keine Ausreden suchen, sondern Lösungen für 2020. Zum Teil habe ich auch schon welche im Rahmen meiner Zielsetzungen definiert.

anlegerwohnungen

Dass sich dieser Vorsatz ein wenig schwieriger gestaltet hat, als angenommen, habe ich ja schon zur Genüge betont, oder? Darauf will ich gar nicht mehr groß eingehen. Hier habe ich einen ganzen Blogartikel dazu verfasst. Mittlerweile habe ich so viele Wohnungen angesehen, dass ich schon direkt den Überblick verloren habe. Ihr wisst ja, dass ich gerade in diesem Kontext ein großer Fan vom Investment Punk Gerald Hörhan bin, oder? Und der meint eh, dass man mindestens 50 Immobilien besichtig haben muss, bevor man in eine investiert. Na, dann werden wir ja gleich mal soweit sein, eine rentable zu finden!

Mein zweiter Roman

Jetzt habe ich euch gesagt, dass ich so stolz auf meinen ersten Krimi bin und dass mein zweiter noch besser ist als der erste und dann steht er hier auf der Bäh-Liste? Naja, eigentlich war der Plan, dass die Fortsetzung noch heuer verlegt wird. Aber das habe ich einfach nicht geschafft. Darum findet er seinen Platz oben bei den Highlights, was die Qualität angeht, aber auch hier bei den Minuspunkten, was eben die Umsetzung betrifft.

Eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendbuchautorin

Ich habe mich außerdem in diesem Jahr schon sehr intensiv mit der Idee auseinandergesetzt, ein Kinderbuch zu schreiben. Da ich nicht recht vom Fleck gekommen bin, habe ich die Geschichte schnell ad acta gelegt und mir gedacht, ich bräuchte eventuell noch etwas Unterstützung und Bildung, um hier voran zu kommen. Und habe mir ein Fernstudium dazu gesucht. Es war nicht unbedingt das Teuerste und da liegt wahrscheinlich auch der Hund begraben. Tatsächlich hat es nämlich gar nichts gebracht. Ich bin ja kein Fan von Fachausdrücken und schon gar nicht im kreativen Schaffen, zu dem das Schreiben ja zählt. Und irgendwie hatte die ganze Ausbildung nicht viel anderes zu bieten. Ich werde jetzt sehen, dass ich ein wenig Abstand dazu gewinne und dann mein ursprüngliches Manuskript noch einmal hernehmen, um entweder daran weiterzuarbeiten oder es gänzlich zu verwerfen.

Also, alles in allem blicke ich auf ein wirklich erfolgreiches Jahr zurück, das mich wahnsinnig motiviert hat. Nächstes Jahr werden die Ziele ein ganzes Stück höher gesteckt. Aber davon dann mehr in einem anderen Artikel! Habt alle frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage. Oder auch arbeitsreiche – was immer euch lieber ist!

Merry X-Mas and be bright!

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