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Ein Lifestyle Blog ist das

Das klingt jetzt erstmal komisch, oder? Und ich habe selbst ein wenig mit mir gehadert, ob ich das nun so behaupten soll oder nicht. Aber je mehr Gedanken ich mir dazu gemacht habe, desto überzeugter bin ich. 2-years.com ist ein Lifestyle Blog. Punkt.

Für viele – wie auch bis vor kurzem für mich – klingt „Lifestyle“ als Bloggerthema nach Mode, Reisen und dampfenden Kaffeehäferl, oder? Zwischendurch ein Avocado-Brot, dann ist man da schon mit dabei. Und davon gibt es so viele, dass man sie gar nicht mehr zählen kann oder anschauen mag. Klar, damit habe ich nicht viel gemein. Aber nichtsdestotrotz ist dieser Blog ein Lifestyle Blog. Und ich erkläre euch auch gerne, warum.

Wer kennt diese Bilder oder ähnliche? Ich finde sie ganz großartig, aber ich will das Thema „Lifestyle“ nicht darauf reduziert wissen. Für mich machen ganz andere Dinge die Art, wie ich lebe, aus!

Ich habe in diesem Jahr wahnsinnig vieles in meinem Leben verändert. Eigentlich habe ich so gut wie alles komplett auf den Kopf gestellt. Gleich geblieben ist eigentlich nur die Familie und die Wohnsituation. Aber wie ihr wisst, sind wir auch hier schon am Neuplanen. Also, was das Wohnen angeht. Die Familie darf bleiben. Die wird nicht umgekrempelt. Angefangen hat es damit, dass ich meinen Job an den Nagel gehängt habe – mit einer ganz wagen Idee von Selbstbestimmung und Freiheit. Das ist mir auch nach elf tollen Jahren erstaunlich leicht gefallen. Dann bin ich raus auf den Markt und habe mich selbst und meine Dienstleistungen als Texterin verkauft. Mittlerweile habe ich mein Angebot als Texterin auch an dem Markt angepasst und mich in Richtung SEO und SEA spezialisiert sowie den Grafikbereich miteingebunden.

Und was meint ihr, wie stolz ich war, als ich meinen ersten passiven Euro mit dem Verkauf meines Romans verdient habe? Die allererste Tantiemen-Zahlung von Amazon wird mir mit Sicherheit für immer in Erinnerung bleiben. Zirka € 90,- waren es, aber für mich war es die Welt!

Vor einem Jahr oder sogar noch kürzer hatte ich keine Ahnung vom Unternehmertum. Ich wusste mit der Börse absolut nichts anzufangen und bei Immobilien, dachte ich, müsste man sich doch nur mit den Mietern ärgern. Ich zahlte brav Versicherungen, die ich gar nicht brauchte, und überteuerte Handy- und Stromgebühren und hatte nicht den leisesten Schimmer, wofür mein Geld jeden Monat draufging.

Nicht, dass ich am Ziel wäre. Das werde ich auch in zwei Jahren nicht sein. Auch wenn ich die finanzielle Unabhängigkeit erreicht habe, will ich mich weiterentwickeln. Das kann ich schon heute mit Sicherheit sagen. Und sind das alles nicht sehr bewusste Lebensentscheidungen? Entscheidungen, die extreme Auswirkungen auf den Alltag und die Art zu sein und zu tun haben?

Aber jetzt sagt ihr mir, was ist eher ein Lifestyle Blog? Wenn ich euch jeden Morgen auf meinen Frühstücksteller blicken lasse, oder euch knallhart die schwierigen und einfacheren Momente auf dem Weg in die finanzielle Freiheit schildere. Ich bin ja wirklich der Meinung, dass ich euch viel tiefer in meinen Lifestyle blicken lasse, als das die üblichen Lifestyle-Blogger tun. Verdienen, Sparen und Investieren sind vielleicht nicht so fotogen wie Bilder aus dem Flugzeug nach Tel Aviv, aber sie beschreiben meinen Lebensstil doch viel tiefgreifender. Und dabei will ich überhaupt nicht über die gängigen Lifestyle-Formate urteilen. Ich schaue auch gerne schön aufbereitete Blogs an und lass mich inspirieren. Ich finde eben nur, dass das Wort „Lifestyle“ sich nicht auf Spiegel-Selfies und Yoga-Posen beschränken sollte.

Stünde da noch eine dampfende Kaffeetasse daneben, würde das doch schon als Lifestyle-Bild durchgehen, oder?

Also, sind wir uns eigentlich einig, dass es sich hier um ganz einschneidende Lifestyle-Themen handelt oder seht ihr das anders?

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