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Traumjob: gekündigt

Genau, da ist ja noch so eine Sache, die ich euch erzählen will. Ich habe meinen gut bezahlten, sicheren Angestelltenjob gekündigt. Die letzten elf Jahre meines Lebens (mit Ausnahme meiner Kinder-Karenz-Zeit) habe ich in einem tollen Betrieb hier in Graz gearbeitet. Die, die mich kennen, wissen ohnehin, wovon ich spreche und für alle anderen: Die Messe Congress Graz kann als Leitbetrieb der Region bezeichnet werden. Und ich war dort im Marketing und zwar konkret im Eventmarketing, weil die Messe Congress Graz sowohl Betreiber von Eventlocations als auch Veranstalter ist. Dadurch war es auch möglich, dass ich drei verschiedene Marketingpositionen durchlaufen bin.

Super Shows und Events, tolle Projekte und ein cooles, junges Team. Und ich habe gekündigt.

Die Messe Congress Graz Betriebsges.m.b.H war immer schon ein toller Arbeitgeber, wie ich finde. Die Entlohnung war gut. Ich habe, seit ich nach der Karenzzeit zurückgekehrt bin, 30 Stunden gearbeitet und – wie ich finde – überdurchschnittlich verdient. Spitzen Kollegen, lustige Projekte, sicher ein Traumjob für viele. Und auch für mich war sowohl die Firma als auch meine Tätigkeit dort lange Zeit einfach Mega. Und das habe ich nun an den Nagel gehängt.

Aber ich hatte einen ziemlich guten Grund dafür: Ich wollte ins Unternehmertum wechseln. Das klingt jetzt erstmal sehr wage. Ich hoffe, ich kann euch ziemlich kurz und prägnant zusammenfassen, worum es mir ging: Ich wollte nicht länger meine Zeit gegen Geld eintauschen. Denn es gibt einen gravierenden Haken dabei, wenn man in einem Angestelltenverhältnis ist: Wenn man seine Zeit für Geld eintauscht, ist man mit seinem Einkommen limitiert. Denn jeder Tag hat nur 24 Stunden. Schlafen, essen und so weiter muss man ja auch noch. Wenn man also sagt, dass man maximal 16 Stunden arbeiten kann (und wer will das schon?), hat man direkt einen Schranken gesetzt. Mehr geht nun mal nicht. Jetzt kann man natürlich noch am Stundensatz schrauben, aber auch der ist nach oben hin irgendwo gedeckelt.

Wenn man nur seine Zeit gegen Geld eintauscht, ist man automatisch limitiert.

Also habe ich einen gut bezahlten Job an den Nagel gehängt, weil ich mehr verdienen wollte? Ja, genau. Denn sobald man sich mit unterschiedlichen Einkommensströmen auseinandersetzt, findet man Möglichkeiten für „passives Einkommen“. Das heißt, ich verdiene Geld unabhängig von meinem Zeitaufwand. Das Business ist skalierbar. So sagt man dann, aber das ist nicht so wichtig. Erst, wenn das der Fall ist, spricht man vom Unternehmertum. Aber wie soll das gehen? Da gibt es zum Beispiel Mieteinnahmen. Dabei kommt das Geld Monat für Monat rein, ob ich 8 Stunden schlafe oder 12. Das ist für den Mieter egal, der wird nicht weniger überweisen, wenn ich mich ausschlafe. So etwas ist ein Beispiel für passives Einkommen. Oder es gibt Tantiemenzahlungen. Das war meine allererste Einkommensquelle nach der Kündigung.

Mein Krimi ist bereits geschrieben und verlegt. Ob davon nun 10 oder 10.000 verkauft werden, macht in meinem Arbeitsalltag keinen Unterschied.

Viele von euch wissen ja, dass ich Autorin und freiberufliche Texterin bin. Im April habe ich mein erstes Buch im Eigenverlag auf Amazon verlegt. Das Buch ist geschrieben und macht mir jetzt keine Arbeit mehr. Oder sagen wir, nicht viel Arbeit, denn ich muss mich schon immer wieder ein wenig um die Vermarktung kümmern. Ob nun 10 oder 10.000 Bücher verkauft werden, ist für meinen Arbeitsaufwand irrelevant. Ich kann mich ganz getrost anderen Dingen widmen. Ähnlich würde es sich mit einem online Shop verhalten. Das sind also Beispiele für passives Einkommen.

Aber wenn das Einkommen ja passiv ist, kann man dann nicht auch einfach seinen Job behalten? Klar, kann man. Das ist sogar eine sehr clevere und sichere Methode, um sein erstes eigenes Business aufzubauen – vorausgesetzt, eure Zeit lässt es zu. Denn auch passives Einkommen verlangt einen gewissen Einsatz, ob nun im Vorfeld oder auch dauerhaft. Es war nur nicht mein Weg. Ich hatte zusätzlich zu meinem Wunsch, ins Unternehmertum zu wechseln auch Lust, mein eigenes Ding zu machen. Deswegen habe ich mich mit der „Wortspielerei“ als Auftragstexterin selbstständig gemacht. Als Selbstständige tausche ich auch wieder meine Zeit gegen Geld ein, das ist klar. Es hat aber dennoch zwei gravierende Vorteile: flexible Zeiteinteilung, was mir gerade in Bezug auf meine Familie sehr wichtig ist, und höhere Stundensätze als im Angestelltenverhältnis.

Und das ist momentan auch der Status-Quo. Ich gehe meiner selbstständigen Tätigkeit als Texterin nach, die es mir ermöglicht, höhere Stundensätze zu generieren als davor im Angestelltenverhältnis. Und dazu habe ich mit meinem ersten Krimi eine Quelle für passives Einkommen gefunden. Der nächste Schritt? Immobilien. Daran arbeiten mein Mann und ich als Gemeinschaftsprojekt gerade ausgiebigst. Was wir hier in diesem Bereich vorhaben, erfahrt ihr noch. Eines schon vorweg: Mit neu gebauten, adretten Luxusappartements hat das wenig zu tun. Stay tuned…

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