Allgemein

Finanziell frei oder finanziell unabhängig?

Diejenigen von euch, die sich mit dem Thema „persönliche Finanzen“ schon auseinander gesetzt haben, sind vielleicht ein wenig irritiert davon, dass ich abwechselnd von finanzieller Freiheit und finanzieller Unabhängigkeit spreche. Der Definitionen gibt es ja viele. Ich fasse euch mal kurz zusammen, was die beiden Begriffe bedeuten.

Finanziell unabhängig bin ich, wenn ich bis zu meinem Lebensende nicht mehr arbeiten muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das ist recht einfach erklärt. Da gibt es – wie eigentlich immer – zwei Hebel. Ich könnte zum einen mit dem bisschen, was ich habe, nach Alaska in eine Cabin ziehen und dort von den erbeergroßen Heidelbeeren im Sommer und dem selbst geschossenen Bären im Winter leben. Das liegt zwar momentan im Trend, ist aber nicht unbedingt das Ding für mich. Die andere Möglichkeit ist daran zu arbeiten, ein Vermögen auf die Beine zu stellen, mit dem ich den aktuellen Lebensstandard hier halten kann, ohne arbeiten zu müssen. Das gefällt mir schon eher.

Finanziell frei zu sein, geht einen Schritt weiter. In der klassischen Definition bin ich finanziell frei, wenn ich bis zu meinem Lebensende nicht mehr arbeiten muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten OHNE dafür mein Vermögen anzutasten. Gut, und wovon lebt man dann? Da gibt es ein paar Möglichkeiten: Dividenden, Zinsen, Mietrendite, Tantiemen, passives Einkommen und so weiter. Aber zu Einkommensmöglichkeiten komme ich noch. Auch hier steht es natürlich jedem frei, in die Einöde zu ziehen und so seinen Konsum gänzlich runterzuschalten. Alles möglich, nicht für mich.

Ok, diese Definitionen habe ich eigentlich hier nur für euch einmal niedergeschrieben. Sie stammen von Bodo Schäfer – wenn auch nicht wortwörtlich – den ich hier durchaus als Wissenden heranziehen will. Ihr seht, ich kenne sie, die Begriffserklärungen. Mir sind sie aber wurscht. Denn ich denke, dass ohnehin jeder für sich selbst herausfinden muss, wohin die Reise mit den eigenen Finanzen gehen soll. Und ich glaube, es hat auch viel mit dem eigenen Sicherheitsbedürfnis zu tun, ab wann man sich als „finanziell unabhängig“ oder „finanziell frei“ bezeichnet. Und eines sage ich euch: Ich bin hier noch meilenweit davon entfernt.

Jetzt aber zu meiner ganz individuellen, finanziellen Unabhängigkeit. Wenn ich das für mich selbst definiere, was möchte ich in den zwei Jahren erreichen?

Menschen träumen oft von Jachten, von schnellen Sportwagen und riesigen Villen. Nun ja, ich nicht. Ich kann an dieser Stelle mit ziemlicher Sicherheit festhalten, dass ich nie weder eine Jacht noch einen Sportwagen noch eine riesige Villa besitzen werde. Jetzt werden sich einige von euch fragen, warum sie mir über die zwei Jahre folgen sollen, wenn ich sie ohnehin nicht zur Jacht und zum Ferrari führe. Doch was für euch Priorität hat, bestimmt ihr selbst. Ich sage lediglich, ICH werde das nie besitzen. Weil ich das nicht brauche. Finanzielle Unabhängigkeit und Freiheit definieren sich eben für jeden anders.

Wovon träumt ihr? Ferrari, Jacht und Villa sind klischeehafte Beispiele. Luxus ist für jeden etwas anderes.

So und was denkt ihr, will ich erreichen in den nächsten zwei Jahren, wenn nicht Villa, Ferrari und Jacht? Für mich bedeutet Geld Zeit. Ich verbinde also finanzielle Freiheit mit zeitlicher Unabhängigkeit. Und somit ist einmal eines klar: 9 – 5 ist das schon mal nicht.

Auch wenn sich die Begriffe „finanzielle Freiheit“ und „finanzielle Unabhängigkeit“ so definieren, dass man nicht mehr aktiv für sein Geld arbeiten muss, will ich meine Arbeit nicht an den Nagel hängen. Mir geht es primär nicht einmal darum, wesentlich weniger zu arbeiten. Es geht darum, zu arbeiten, wann, wo und wie viel ich will. Und ganz wichtig: mit wem ich will. Und jetzt seien wir mal ganz ehrlich, es gibt kein passives Einkommen, das nicht ein gewisses Maß an Arbeitseinsatz bedingt. Ob man sich nun um die Vermietung einer Immobilie kümmert oder einen online Shop baut. Oftmals braucht man auch Startkapital, für das der Großteil der Bevölkerung im Vorfeld nun mal arbeiten muss. Aber das macht nichts. Es macht dann nichts, wenn man einen Sinn darin sieht (und die Arbeit womöglich auch noch Spaß macht).

So, und nun kommen wir endlich mal auf den Punkt hier: Wo möchte ich in zwei Jahren denn stehen? Ich will in zwei Jahren eine finanzielle Stellung erreicht haben, die es mir ermöglicht, zeit- und ortsunabhängig genau so viel zu arbeiten, wie mir Spaß macht. Meine Tätigkeiten so wie meine Partner und Kunden suche ich mir selbst aus. Und dabei kommt genügend Geld raus, dass ich meinen Lebensunterhalt decken kann.

Achja, dass ich keinen Wert auf Jachten und Sportwagen lege, heißt nicht automatisch, dass ich ein bescheidenes Leben führe. Meine Prioritäten sind einfach anders gesteckt. Und wofür ich immer und gern Geld ausgebe, erfahrt ihr noch.

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: